Statistischer Quartalsbericht

Neue Zahlen zur Stadtentwicklung

Am Montag wurde der neue statistische Quartalsbericht des Amtes für Statistik und Wahlen vorgestellt. Neben positiven Zahlen offenbart er aber auch deutlichen Handlungsbedarf.
Kita im Stadtbezirk Lindenau
Lieber neue KiTa-Plätze schaffen oder bestehende Spielplätze erhalten?

Bereits seit Jahren wird Leipzig immer attraktiver. Zahlreiche Berichte, Prognosen und Studien belegen diese Entwicklung. Für Leipzig bleibt das jedoch nicht ohne Folgen. Das zeigt auch der am Montag veröffentlichte statistische Quartalsbericht der Stadt.

Nicht genug Kitaplätze

Seit 2007 ist die Zahl der in Leipzig lebenden Kinder, die jünger als elf Jahre alt sind, um fast 50 Prozent gestiegen. Neben der steigenden Geburtenrate sorgte vor allem der Zuzug junger Familien für den Zuwachs. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Leipziger Kindertagesstätten wieder. So besuchen aktuell etwa 42.000 Kinder eine der über 300 Leipziger Kitas – Tendenz steigend. Bereits im nächsten Jahr werden 4.300 neue Kita-Plätze benötigt. Die Stadt will dem Bedarf mit dem Bau neuer Einrichtungen begegnen. Allerdings geht das Jugendamt davon aus, dass das aktuelle Defizit von 1.000 Kita-Plätzen auch im nächsten Jahr bestehen bleibt.

Sinkender Wohnungsleerstand

Noch vor einigen Jahren gehörte Leipzig zu den Großstädten mit dem höchsten Wohnungsleerstand in Deutschland. Aufgrund der stetig steigenden Einwohnerzahlen gehört diese Situation jedoch der Vergangenheit an. Die Zahl der leer stehenden Wohnungen hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast halbiert. So standen im letzten Jahr nur noch circa 19.000 Wohnungen leer. Sollten sich die Einwohnerzahlen weiter wie bisher entwickeln, muss daher der soziale Wohnungsbau zukünftig in den Vordergrund rücken.

mephisto 97.6-Reporter Thomas Tasler hat alle wichtigen Informationen zusammengefasst:

Moderator Lars Hendrik Setz im Gespräch mit mephisto 97.6-Redakteurin Thomas Tasler
0512_SG_Quartalbericht
 

Kommentieren