Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig

Neue Runde im Streit um Einheitsdenkmal

Eine Schlichtung im Streit um das Vergabeverfahren für den endgültigen Entwurf des Einheitsdenkmals ist nicht in Sicht. In einem offenen Brief wendet sich nun die Bürgerinitiative Einheits- und Freiheitsdenkmal an die politisch Verantwortlichen.
Der geplante Standort des neuen Einheitsdenkmals zwischen Stadtbibliothek und Neuem Rathaus

Das Vergabeverfahren

Gegen das Verfahren hagelte es schon viel Kritik, auch eine Klage läuft derzeit. Diese kommt von den Architekten, die in der ersten Runde gewannen und in der zweiten Runde den dritten und somit letzten Platz belegten. Das Oberlandesgericht Dresden beschäftigt sich zurzeit mit dem Fall und bemängelte in einer ersten Stellungnahme vor allem die fehlende Transparenz des Vergabeverfahrens. Aus Sicht mehrerer Bürgerinitiativen sei es besonders fatal, dass die Bürger am Wettbewerbsverfahren nicht beteiligt waren.

Der offene Brief

Die Bürgerinitiative Einheits- und Freiheitsdenkmal hat nun einen offenen Brief veröffentlicht, den auch Die Linke unterstützt. Das Schreiben kritisiert insbesondere das Wettbewerbsverfahren. Es würde sich um ein Denkmal handeln, welches den Zeitgeist der friedlichen Revolution, das Verlangen nach Demokratie in der Bevölkerung widerspiegeln soll. Die Entscheidung für einen Denkmalsentwurf zu fällen, ohne konkret auf die Bürger einzugehen, sei aus Sicht der Bürgerinitiative sowie der Linken politisch nicht vertretbar. Auch habe der geplante Ort für das Denkmal – der Wilhelm-Leuschner-Platz – wenig Bezug zu den damaligen Ereignissen.

Die Ziele

Bernd Gengelbach ist Mitglied der Bürgerinitiative Freiheits- und Einheitsdenkmal. Im Interview mit mephisto 97.6 forderte er, das momentan laufende Verfahren müsse eingestellt werden. Es sei notwendig die Leipziger zu fragen, ob sie überhaupt ein weiteres Denkmal haben möchten. Wäre dies der Fall, müssten die Bürger auch die Möglichkeit haben, über den Denkmalsentwurf in einem Bürgerentscheid zu entscheiden.

 

Über Alternativvorschläge zum Umgang mit dem Freiheits- und Einheitsdenkmal sprach Moderator Philipp Weiskirch mit Bernd Gengelbach
freiheitsdenkmal
 

Kommentieren