AIDS-Forschung

Neue Ergebnisse in Leipzig

Einem Forschungsteam der Universität Leipzig ist ein Durchbruch im Bereich der AIDS-Forschung gelungen. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, welche Zellen für einen lebensgefährlichen Entzündungsschub bei HIV-Patienten verantwortlich sind.
Die rote Schleife ist zum Symbol für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit geworden.
Die neue Kampagne "Liebesleben" will ihren Blick nicht auf HIV beschränken.

Bei der Therapie von AIDS entsteht häufig ein Entzündungssyndrom, das sogenannte Kryptokokken-IRIS. 60 Prozent der Betroffenen sterben an den Folgen des Syndroms. Wissenschaftler der Uni Leipzig haben sich seit 2011 mit den Mechanismen beschäftigt, die zu der unkontrollierten Entzündungsreaktion führen. Dabei haben sie herausgefunden, dass die T-Helferzellen, die in der Therapie-Phase wieder aufgebaut werden, die Verursacher sind.

mephisto 97.6-Redakteurin Sarah Schneidereit zu den Erkenntnissen der Wissenschaftler:

mephisto 97.6-Redakteurin Sarah Schneidereit über den Fortschritt in der AIDS-Forschung
Erkenntnisse über Aids

Um die Situation im Patienten nachzustellen, haben die Wissenschaftler ein sogenanntes Maus-Modell entwickelt:

Man hat in dem experimentellen Modell die Möglichkeit, verschiedene Faktoren zu variieren. Das ist eben im Patienten nicht möglich.

Maria Eschke, Institut für Immunologie

Das Testsystem der Leipziger Wissenschaftler steht ab sofort weltweit zur Verfügung und dient als Ausgangspunkt für weitere Forschungen. Ziel ist es, neue Therapiemöglichkeiten zu finden und die Forschungsergebnisse direkt auf die menschlichen Patienten zu übertragen.

 

Kommentare

Kommentieren

Sarah Schneidereit
07.12.2015 - 15:20
  Wissen

Die Veröffentlichung in der Fachpresse ist bei der US National Library of Medicine zu finden.