Gespräche auf dem Roten Sofa

Morgen, morgen und auch heute

Tilman Rammstedt schreibt “Morgen mehr” – und lässt den Leser dabei Tag für Tag, Kapitel für Kapitel mitlesen und kommentieren. Das neue Buch soll dann im April fertig sein.
Tilman Rammstedt
Tilman Rammstedt zu Gast auf dem Roten Sofa

Das Ende des neuen Buches von Tilman Rammstedt steht schon vorher fest: Die Eltern zeugen den Ich-Erzähler. Das soll am 8. April geschehen. Bis dahin veröffentlicht Rammstedt täglich auf morgen-mehr.de ein neues Kapitel von “Morgen mehr” und lässt die Leser kommentieren und mitdiskutieren. Wer es lieber mobil mag: Die Texte werden auf Wunsch auch auf das eigene Telefon per WhatsApp geschickt. Lesefaule können sich indes von Tilman Rammstedt täglich das Kapitel vorlesen lassen.

Auf dem Roten Sofa

Im Interview erzählt Tilman Rammstedt, wie es zu der ungewöhnlichen Idee gekommen ist. Sein größtes Problem: 

Ohne Druck mache ich einfach nichts

 

Das führte bei der Suche nach einem neuen Konzept gemeinsam mit seinem Verleger zu der Idee, jeden Tag ein Kapitel zu veröffentlichen. Die naive Idee, dass Rammstedt voll motiviert jeden Morgen seine Arbeit abliefert und ab 14 Uhr in der Sonne spaziert, sieht in der Realität so aus, dass er jetzt fast nicht anderes mehr macht. Denn sein Tag läuft nun so ab, dass er bis mittags erfolgreich prokrastiniert, dann beginnt ein Kreislauf aus Schreiben und Zweifeln und um 23 Uhr ist er dann tatsächlich fertig.

Ich mag gern ausprobieren, wo noch nicht genug ausprobiert wurde.

Revolutionieren wollte er mit diesem neuen Konzept jedoch maximal seine eigene Arbeitsweise. Er wollte was schreiben, was er sonst nicht geschrieben hätte. Und hat dann sogar mehr geschrieben als versprochen. Dabei denkt er zwar an seine Leser beeinflussen lässt er sich von den Kommentaren aber nicht. Bisher hat er etwa 200 Seiten geschrieben. Bevor das Buch dann ins Lektorat gehen und erscheinen wird, vermutet Rammstedt aber, dass noch etwas dazu kommen wird.

Tilman Rammstedt im Gespräch mit Ina Beyer
Tilman Rammstedt
 

Kommentare

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Tilman Rammstedt ist 1975 in Bielefeld geboren, die Stadt gibt es also wirklich. Zum Studium verschlug es ihn nach Tübungen, Berlin und Edinburgh, wo er sich der Philosophie und Literaturwissenschaft widmete. Rammstedt ist Schriftsteller und Musiker. 2008 gewann er den Ingeborg-Bachmann-Preis für den Roman “Der Kaiser von China”. Insgesamt schrieb er bisher vier Bücher.