Initiative: "Be A Local Lion"

Mit Kuchen (Café-) Leben retten

Die Gastronomie ächzt unter den Schließungen. In Leipzig hat sich die Initiative "Be A Local Lion" gegründet, die die lokalen Cafés mit Geld und Aufträgen unterstützt - und gleich noch an Ärzt*innen, Pflegekräfte und Kassierer*innen Danke sagt.
Zimtkuchen
Mit Kuchen helfen - "Be A Local Lion" unterstützt einige Leipziger Cafés.

Der Beitrag zum Nachhören:

Ein Beitrag von Gloria Weimer

Toni Krätzer ist zuversichtlich - und dass trotz der aktuellen Lage der Gastronomie. Er ist der Betreiber des Café "Dankbar" in Leipzig und hat trotz der vorübergehenden Schließung seines Cafés einiges zu tun. Ein Grund dafür ist die Initiative "Be A Local Lion". Sie unterstützt einige Leipziger Cafés mit Spenden und Aufträgen. Das hilft auch dem "Dankbar":

Die Spenden helfen uns, dem "Dankbar", riesig, weil ich die Möglichkeit habe, meine Leute zu beschäftigen, indem sie die Warenverwaltung machen, das Backen, das Ausfahren. Und somit kann auch ein Teil der Fixkosten gedeckt werden, was die Miete angeht und die Möglichkeit, weiterhin mit meinen Händlern zusammenzuarbeiten.

Toni Krätzer, Inhaber Café "Dankbar"

Das Prinzip von "Be A Local Lion" ist eigentlich ganz einfach: Über die Seite der Initiative spendet man Geld an einige Leipziger Cafés. "Be A Local Lion" teilt die eingegangenen Spenden dann auf und vergibt Aufträge an Cafébetreibende. Diese wiederum beliefern Einrichtungen mit Kuchen, die gerade in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Die Kuchen gehen an Teams in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Supermärkten und auch Laboren, wie dem Labor "alphaomega" aus Leipzig:

Wir arbeiten aktuell die Corona-Proben sieben Tage die Woche auch in Nachtschichten ab und da freut man sich selbstverständlich über jegliche Form der Unterstützung und ist dankbar für solch eine süße Anerkennung.

Henning Zaiß, Biologe im "alphaomega"-Labor

"Be A Local Lion" unterstützt Cafés - die wiederum unterstützen Ärzt*innen, Forscher*innen, Pflegekräfte und Angestellte in Lebensmittelläden. Eine Kette praktischer Verbindungen, könnte man sagen. Und das Geld kommt an. Auch bei den Betreibenden des Café "Bohemian Kids":

Das hat uns viel Kraft gegeben. Nicht nur die Kuchen für die Corona-Helfer zu backen und denen Danke zu sagen, das Dankeschön zu hören, das Lächeln der Leute zu sehen. Sondern uns auch in anderen Projekten neu zu finden und weiterzumachen, damit wir das alles überleben.

Michael Schröter, Inhaber Café "Bohemian Kids"

Überleben konnten die Cafés bis jetzt. Und ab diesem Freitag, dem 15. Mai, können sie, und die Gastronomie in Sachsen insgesamt, sogar wieder öffnen - allerdings unter Auflagen.

Wie geht es weiter nach dem 15. Mai?

Eine einfache Antwort: Nicht wie vor der Schließung. Denn auch trotz Öffnung der Cafés gelten weiterhin Hygieneregeln und ein Mindestabstand zwischen den Tischen - und damit sind auch weniger Kund*innen zu erwarten. Spenden und Unterstützungen bleiben deshalb auch nach der geplanten Öffnung der Gastronomie am Freitag wichtig - auch in Form von gespendetem Kuchen.

 

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Auch trotz der Öffnungen der Gastronomie am 15. Mai bleiben Unterstützungen für Cafébetreibende wichtig. Wer spenden will, kann das auf der Website von Be A Local Lion machen: https://local-lions.de/.