meKi-Themensendung: Silvester

meKi wünscht einen guten Rutsch

"meKi-mephistoKids", ist das Kinderprogramm von mephisto 97.6. In der neunten Sendung drehte sich alles um das Thema Silvester - also woher kommt eigentlich der Name 'Silvester' und warum feiern wir überhaupt das neue Jahr?
An Silvester wird das alte Jahr mit einem Feuerwerk angemessen verabschiedet und das neue Jahr freudig begrüßt.
An Silvester wird das alte Jahr mit einem Feuerwerk angemessen verabschiedet und das neue Jahr freudig begrüßt.

Was ist eigentlich Silvester? Und warum feieren wir das überhaupt? Diesen Fragen gehen wir in dieser meKi-Folge nach. Außerdem haben wir wieder einen spannenden Mitmacht-Tipp für euch, mit dem ihr herausfinden könnt, was euch das neue Jahr so bringt. Viel Spaß beim Hören der Sendung!

Die Sendung zum Nachhören findet ihr hier:
 

Warum heißt Silvester eigentlich Silvester?

Silvester ist ein sehr altes Fest. Das Fest gibt es schon seit über 2000 Jahren. Die Römer sollen die Ersten gewesen sein, die damals das Jahresende feierten und zwar am 31. Dezember. Diesen Tag haben sich die Römer ausgesucht, weil vor vielen, vielen Jahren der Papst gestorben ist, und der hieß Silvester.
In unserer Weihnachtsfolge haben wir euch schon erklärt, dass es auf der Welt ganz viele unterschiedliche Religionen gibt. Die größte Religion ist das Christentum. Das teilt sich noch in zwei verschiedene Richtungen: die evangelische und katholische Kirche. Der Papst ist das Oberhaupt, also sozusagen der Anführer der katholischen Kirche. Und vor vielen, vielen Jahren gab es mal einen Papst der Silvester hieß. Papst Silvester starb damals am Jahresende, daher nennt man seitdem das Fest am 31. Dezember Silvester.

Warum feiern wir Silvester?

Der Name des Festes stammt zwar von einem christlichen Papst, aber das Fest selbst ist eigentlich ein heidnischer Brauch. Die Christen haben früher diejenigen Heiden genannt, die selbst keine Christen waren, also die dem Christentum nicht zugehörig waren. Zu den Heiden zählten zum Beispiel auch die Germanen. Die Germanen glaubten unter anderem an böse Götter und Geister. Vor diesen hatten die Germanen sehr große Angst, vor allem im Winter, weil es da so dunkel ist. Die Germanen glaubten auch, dass diese bösen Götter und Geister in der Nacht des 31. Dezembers umherziehen. Um das Böse zu vertreiben, haben die Germanen ganz viel Lärm und Krach gemacht. Außerdem haben sie Holzräder angezündet, denn auch das helle Feuer sollte das Böse verjagen und verhinden, dass die bösen Geister ins neue Jahr gelangen.
Dieser Brauch ist bis heute so geblieben, nur der Grund hat sich ein wenig verändert: Heute will man das vergangene Jahr mit einem Feuerwerk angemessen verabschieden und das neue Jahr freudig begrüßen.

Nochmal zusammengefasst: Die Bezeichnung 'Silvester' ist eigentlich der Name eines Papstes. Dieser starb vor vielen hundert Jahren. Das Fest zu seinem Todestag, welcher gleichzeiztig auch noch das Jahresende ist, hat sich irgendwann mit dem Brauch der Germanen vermischt, so dass unser heutiges Silvester enstanden ist.

Des Pudels Kern: Ein Guter Rutsch

"Des Pudels Kern" heißt unser Format, in dem wir Wörter und Redewendungen unter die Lupe nehmen und herausfinden, wie sie entstanden sind, was sie bedeuten und wie man sie benutzt. Die Erklärung, warum unser Format "Des Pudels Kern" heißt, findet ihr hier.

Passend zu unserer Silvestersendung schauen wir uns heute den Spruch "sich eine guten Rutsch wünschen" an. Das hört man zu Silvster sehr oft oder auch abgewandelt "Rutsch gut rüber!". 
Da Silvester Ende Dezember gefeiert wird, also im Winter, könnte man denken, dass der Spruch deswegen so heißt, weil man auf Glatteis ins neue Jahr hinein rutscht. Aber das stimmt so nicht! Der Spruch "Guter Rutsch!" ist schon sehr alt – über 100 Jahre! Damals wurde das Wort 'rutschen' für das Wort 'reisen' verwendet. Und weil der Wechsel vom alten ins neue Jahr wie eine kleine Reise ist, wünscht man sich bis heute einen guten Rutsch.

Mitgemacht: Wachsgießen als Alternative zum Bleigießen

Eine beliebte Silvestertradition ist Bleigießen. Doch das ist gar nicht mal so gesund, denn beim Schmelzen des Bleis entstehen giftige Dämpfe, die eurer Gesundheit schaden können. Deswegen haben wir für euch eine Alternative getestet, mit der ihr ebenso gut orakeln könnt, was euch das neue Jahr bringt. Anstelle von Blei nehmt ihr einfach Wachs. Dafür müsst ihr nicht extra welches kaufen, sondern könnt zum Beispiel Reste von Kerzen oder Wachsmalstiften verwenden.

Bevor ihr los legt, fragt bitte eure Eltern oder einen anderen Erwachsenen, ob ihr das machen dürft!

Für das Wachsgießen braucht ihr:

  • eine Unterlage, zum Beispiel Zeitungspapier
  • eine große Kerze (kein Teelicht)
  • ein Feuerzeug oder Streichhölzer
  • eine Schüssel mit kaltem Wasser
  • einen Löffel
  • und natürlich Wachs

So geht's:

  1. Der Platz, wo das Wachsgießen gemacht wird, wird mit dem Zeitungspapier ausgelegt, damit der Platz nicht dreckig wird.
  2. Die Schüssel wird mit kaltem Wasser befüllt. Falls das Wasser nicht kalt genug ist, kann man noch Eiswürfel hinzugeben.
  3. Die Kerze wird mit einem Feuerzeug oder Streichholz angezündet. Bitte macht das nicht alleine, sondern in der Aufsicht eines Erwachsenen!
  4. Platziert die Kerze neben der Schüssel.
  5. Das Wachs legt ihr nun auf den Löffel und haltet den Löffel über die Kerzenflamme. Dabei solltet ihr die Hand möglichst ruhig halten, damit euch kein Wachs vom Löffeln in die Kerze tropft.
  6. Jetzt heißt es erstmal warten, bis das Wachs auf dem Löffel geschmolzen ist.
  7. Sobald das Wachs komplett flüssig ist, kippt ihr den Löffel schnell und knapp über der Wasserschüssel um. Der Löffel sollte dabei nicht ins Wasser eintauchen, sonst wird das Wachs auf dem Löffel fest.
  8. Sobald das Wachs abgekühlt ist, kann es aus dem Wasser genommen werden und gedeutet werden. Lasst dabei eurer Fantasie freien Lauf.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Deuten!

Die Reportage: Klinikclowns

Unser Kinderreporter und Kinderreporterinnen feiern Silvester zu Hause mit der Familie und Freunden, ihr vielleicht auch. Für einige Kinder ist das aber nicht möglich, weil sie krank sind. Sie verbringen den Jahreswechsel im Krankenhaus. Dennoch sind sie nicht allein! Ihre Famielienmitglieder können sie ja im Krankenhaus besuchen. Außerem gibt es viele Menschen, die im Krankenhaus arbeiten zum Beispiel die Klinikclowns. Hier in Leipzig ist jeden Donnerstag Klinikclown-Tag. Die Clowns kommen zu den Kindern ans Bett, um sie aufzumuntern. Unser mephistoKids-Reporter Camil hat die Clowns für einen Tag bei ihrer Arbeit begleitet.

 

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Louisa Grübler, Manuel Anhut, Julia Vogt
05.01.2020 - 15:58

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Jingles freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dag Reinbott .