Lehrer in Sachsen

Mein Mathelehrer kann kein Mathe!

Die Schüler haben seit einigen Wochen wieder mit einem vollen Stundenplan zu kämpfen. Mathe, Physik, Biologie, Deutsch... manchmal klingt da einiges wie eine Fremdsprache. Aber was ist, wenn die Lehrer nicht viel Ahnung von den Fächern haben?
Heute Mittag wurde der zweite Gesetzentwurf des neuen Schulgesetzes von Kultusministerin Brunhild Kurth vorgelegt.
Heute Mittag wurde der zweite Gesetzentwurf des neuen Schulgesetzes von Kultusministerin Brunhild Kurth vorgelegt.

40 Prozent der neu eingestellten Lehrer sind laut Bildungsagentur Sachsen nicht korrekt ausgebildet. Das läge vor allem daran, dass sich die meisten Lehramtsstudierenden in ihrem Studium auf das Gymnasium spezialisieren. Der Unterricht an Oberschulen scheint zu unattraktiv.

Daraus resultiert der Einsatz von Quereinsteigern. Das sind zum Einen Lehrer, die in Fächern eingesetzt werden, die sie nicht studiert haben und in Ober- oder Regelschule unterrichten, obwohl sie ausgebildete Gymnasiallehrer sind. Zum Anderen sind es Quereinsteiger, wie Diplommathematiker oder -Physiker, die nach einer pädagogischen Weiterbildung als Lehrer eingesetzt werden können. Bisher gibt es von Seiten der Schulen keine Kritik an diesem Umstand.

Die Kultus- und Wissenschaftsministerien einigten sich in einer Zielvereinbarung darauf, die Zahl der Lehramtsstudenten an die fehlenden Stellen anzupassen. Wie diese Anpassung aussieht, ist noch nicht bekannt. Langfristig soll es dann genug Studenten für die Grund- und Oberschulen geben.

mephisto 97.6-Redakteurin Finný Anton spricht mit Moderatorin Anna Vogel über Sachsens quereinsteigende Lehrer
Quereinsteiger Lehrer
 

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