Umfrage

Mein Leipzig lob´ ich mir!

Die Leipziger Innenstadt ist ein beliebter Ort zum Einkaufen. Das ergab eine neue Umfrage des Kölner Institut für Handelsforschung zur Attraktivität deutscher Innenstädte. Insgesamt wurden deutsche Innenstädte jedoch nur mit einer Drei plus bewertet.
Leipzig hat laut einer Umfrage die attraktivste Innenstadt Deutschlands.

Unbefriedigende Ergebnisse

Das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) befragte 58.000 Innenstadtbesucher in 121 Städten nach der Attraktivität der Stadtzentren und ihrem Einkaufsverhalten. An zwei Tagen wurden in deutschen Innenstädten Passanten dazu aufgefordert, die Einkaufsstraßen in Schulnoten zu bewerten. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Wie auch schon im Jahr 2014 wurden die Innenstädte durchschnittlich mit einer Drei plus bewertet. Nur einige Großstädte wurden schnitten besser ab. 

Leipzig triumphiert

Unter den Lieblingen ist auch Leipzig. Die Stadt bekam die Bestnote 1, 9 für ihre Gesamtattraktivität. In Leipzig wurden insgesamt circa 2000 Menschen befragt. Davon waren rund 70 Prozent Leipziger, 30 Prozent der Befragten kamen aus anderen Städten. Diese 30 Prozent bewerteten Leipzig aber genau so gut, wie die Ur-Leipziger es taten, erklärt Rita Fleischer – stellvertretende Geschäftsführerin der IHK. Auch andere Städte wie Erfurt, Heidelberg und Hamburg erhielten Noten im Einserbereich. An der Umfrage haben jedoch nicht alle Städte teilgenommen. Essen, Dortmund und Münster zum Beispiel waren an der Studie nicht beteiligt. Der Grund dafür könnte sein, dass die Durchführung der Studie durch die Stadt selbst finanziell getragen werden muss. Damit Leipzig in diesem Jahr in der Statistik auftaucht, haben die IHK, die Höfe am Brühl und der City Leipzig e.V. zusammengelegt.

Wichtig: Ambiente und Flair 

Bewertet wurde nach verschiedenen Kriterien. Besonders wichtig seien den Besuchern, so das IFH, „Ambiente und Flair“, also schöne Gebäude, Plätze und Grünflächen in der Innenstadt. Auch die Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten sei entscheidend. Die Kriterien Erreichbarkeit mit dem Auto, Parkmöglichkeiten oder die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage seien für die Befragten Grundvorraussetzung, so Boris Hedde – Leiter der Studie. Diese Faktoren konnten die Attraktivität zwar nicht steigern, aber wenn sie nicht gegeben wären, sei man gestraft, sagt Hedde.

Der Online-Handel boomt

Für die Kommunen wird die attraktive Gestaltung der Innenstadt immer wichtiger. Der Einzelhandel ist mehr und mehr bedroht. Hauptsächlich weil Konsumenten bei Bekleidung, Wohnartikeln und Schreibwaren eher in größere Nachbarstädte fahren würden. Aber auch weil der Onlinehandel, besonders für Elektronikgeräte, permanent wachse. So gab jeder fünfte Befragte in der Umfrage des IFH an, lieber online zu shoppen, als in die Stadt zu fahren. Dies schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Zwischen 2014 und 2016 stieg der Umsatz des Internethandels von 10 auf 52, 3 Milliarden Euro, wie Erhebungen des IFH ergaben.

Marisa Becker hat die Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

Marisa Becker mit einem Beitrag zur Umfrage des IFHs
 

 

 

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