HIV-Infektionen

Mehr oder weniger?

Die "mach’s mit"-Plakate, die bis vor Kurzem in ganz Leipzig hingen, waren wohl kaum zu übersehen. Mit der Kampagne will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf die Gefahren einer HIV-Infektion aufmerksam machen. Doch bringt das etwas?
Auch in Leipzig nimmt die Zahl der mit HIV Infizierten zu

Weltweit sinkt die Zahl der HIV-Infizierten seit Jahren. Das wohl wichtigste Mittel im Kampf gegen das Immunschwäche-Virus ist dabei wohl Aufklärung. Während es vor fünf Jahren noch 2,5 Millionen Neuinfektionen gab, sind es so inzwischen nur noch rund 2 Millionen. In Sachsen sieht der Trend allerdings etwas anders aus.

Stetiger Anstieg

Wie das sächsische Gesundheitsministerium heute bekannt gab, nimmt die HIV-Rate im Freistaat entgegen des weltweiten Trends zu. So wurden im Vorjahr 30 HIV-Erstdiagnosen mehr gestellt als noch 2013. Und auch für Leipzig wurde ein Anstieg verzeichnet – der Anteil der HIV-Infizierten liegt hier bei etwa einem Drittel. Grund dafür ist vor allem, dass Geschlechtskrankheiten in Großstädten schlichtweg weiter verbreitet sind. Durch den Bevölkerungszuwachs, der in Städten wie Leipzig und Dresden natürlich prozentual größer ist als auf dem Land, ist zu erwarten, dass die Fallzahlen auch in den nächsten Jahren weiter steigen.

Eine beruhigende Nachricht gibt es dennoch: Sachsen liegt nach wie vor unter dem bundesweiten Durchschnitt.   

 
 

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HIV weltweit

Ende 2013 lebten 35 Millionen Menschen weltweit mit HIV. 1,5 Millionen Infizierte starben im Jahr 2013 an den Folgen der Krankheit.