HIV

Lieber Safer!

Ein Höchststand den man nicht feiert: In Sachsen wurden im Jahr 2015 so viele HIV-Neuinfektionen gemeldet wie noch nie. Auch liegt Sachsen mit den Neuerkrankungen über dem Bundesdurchschnitt. Doch steigenden Tendenzen gibt es in ganz Deutschland.
Auch in Leipzig nimmt die Zahl der mit HIV Infizierten zu

Seit 1993 erfasst das Robert-Koch Institut die HIV-Diagnosen. Im vergangenen Jahr wurden mit 190 Erstdiagnosen, die bisher höchste Anzahl registriert. Im Vorjahr waren es rund 13 Prozent weniger. In Leipzig gibt es sogar die meisten Erstdiagnosen des Bundeslandes. Das verzeichnet der HIV/AIDS Jahresbreicht für 2015 vom Freistaat Sachsen.

mephisto 97.6 Redakteur Marc Zimmer hat sich in den Jahresbericht reingelesen. Er fasst die Ergebnisse zusammen: 

mephisto 97.6 Redakteur Marc Zimmer im Gespräch mit Moderatorin Carina Fron
 

Da Leipzig eine so schnell wachsende Stadt ist und auch viele Menschen nach Leipzig ziehen, würden sich wohl viel mehr Leute anstecken. Das sei aber auch Bundesweit der Fall.

Die meisten Infizierten sind Männer, die Sex mit Männern hatten. Im vergangenem Jahr waren das rund 57% der Infizierten.

Präventionsgelder

Die Diagnose HIV positiv ist heutzutage oft kein Todesurteil mehr. Trotzdem versucht man gegen die Krankheit vorzugehen durch passende Beratung als Präventionsmaßnahme. Denn das sächsische Gesundheitsministerium hat auf die steigenden Zahlen schon im vergangenen Jahr reagiert. Es hat die sogenannten Präventionsgelder für die vier sächsischen AIDS-Hilfen um 34.000 Euro erhöht. Nun stehen ihnen insgesamt 375.000 Euro zur Verfügung. Außerdem bekamen auch die Gesundheitsämter noch einmal 55.000 Euro. Diese werden für Präventionsprojekte eingesetzt.

 

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Conny Poltersdorf
27.07.2016 - 18:38