Die Kolumne

Leuschner Licht mit hellem Schein

Die Kolumne. Immer freitags und immer mit den guten Fragen der Woche. Diesmal: Florian Zinner über … ach, na wieder mal alles Mögliche, Weihnachten ist auch dabei.
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Was ist in dieser Woche passiert? Unsere Kolumnisten haben wie immer eine Antwort auf die wichtigsten Fragen.

Immer freitags: Unsere vier Kolumnisten beantworten die guten Fragen der Woche. Die kommen aus der Redaktion. Diesmal: Florian Zinner über … ach, na wieder mal alles Mögliche, Weihnachten ist auch dabei.

Kolumnist Florian Zinner zu den bedeutendsten Fragen der Woche
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Kolumnist Florian Zinner

Seit Tagen plagt uns die S-Bahn mit massiven Verspätungen. Spürst Du die Großstadt?

Als jemand, der die S-Bahn vornehmlich auf der innerstädtischen Kurzstrecke nutzt und von der beschleunigten Unterquerung der Innenstadt recht angetan ist, muss ich leider feststellen: Nein, ich spüre die Großstadt nicht, denn von Beschleunigung kann im Grunde keine Rede sein. Das museumsbahnverdächtige Gezuckel durch den Untergrund, bei der zudem noch die Türen eine geneigte Minute benötigen, um zu öffnen und zu schließen, sinnentstellt den Schnellverkehr grundsätzlich. Und verleitet, den S-Bahn-Schacht per pedes zu durchqueren, was, mit Verlaub, schneller wäre. Dieser grundsätzliche Grundtenor bei der S-Bahn Mittelerde führt dazu: Von den Verspätungen wird niemand etwas mitbekommen.

Der Stadtrat hat nun endlich die Bebauung am Wilhelm-Leuschner-Platz beschlossen. Wie investierst Du?

Ach, da hat man sich jetzt wohl tatsächlich mal ausgekäst, wie dieses Ungetüm aus Stein und Staub am Sinnvollsten einer Innenstadt entsprechend zu gestalten sei. Also, ich würde mit oberster Priorität in eine Verlängerung des Zugangs zum S-Bahnhof investieren, zum Beispiel mit Hilfe von Serpentinen. So als Sahnehäubchen zu den Rolltreppen, die schon jetzt gefühlt rückwärts laufen, wenn sie denn überhaupt mal in ihrer Grundfunktion benutzbar sind. Auf diese Weise wird der Weg zum Zug so entschleunigt wie die Fahrt mit demselbigen. Wie der Leuschnerplatz auszusehen gedenkt, ist ja ohnehin noch unklar. Architekturwettbewerbe stehen an, Sie kennen das ja. Und dann, ach, man weeses ne. Sicher ist nur: Bis da irgendwann mal ein Häuschen gebaut wird, bleibt noch genügend Zeit, sich ausgiebig im Leuschner’schen Dreck zu wälzen. 

Florian, ein Wort zu Weihnachtsfeiern.

Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, auf das seit jeher grandios gescheiterte Wording dieser Festlichkeiten hinzuweisen: Wieso heißt es Weihnachtsfeier und nicht Adventsfeier? Ich wurde leider noch nie zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, die tatsächlich zu Weihnachten stattfand. Also frühestens am Morgen des 24., würde ich mal sagen. 

Und nächste Woche?

Wäre dann wohl der richtige Zeitpunkt für eine Weihnachtsfeier.

 

 

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