Weltflüchtlingstag

In Leipzig ein neues Zuhause gefunden

Vor zwei Jahren war die sogenannte Flüchtlingskrise das große Thema des Sommers. Seitdem ist die Zahl der Geflüchteten in Deutschland zurückgegangen und auch in der Öffentlichkeit scheint das Thema weniger präsent zu sein.
Jalal Abdi hat nach seiner Flucht aus Syrien nun in Leipzig eine neue Heimat gefunden.

Jalal Abdi kommt aus Syrien. Sechs Länder durchquerte er, teilweise zu Fuß. Vor zwei Jahren landete er schließlich in Leipzig. Im Nachhinein betrachtet, war die deutsche Sprache seine größte Herausforderung. Ohne Deutschkenntnisse sei es hierzulande sehr schwierig, seinen Alltag zu bewältigen. Behördengänge und Jobsuche gestalten sich dann deutlich schwerer, da die Menschen einem weniger offen begegnen würden.

Sprachliche Barriere

Doch bis Geflüchtete einen Deutschkurs erhalten, vergehen manchmal Monate. Eine der Ursachen hierfür dürfte das fehlende Lehrpersonal an den Volkshochschulen sein. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, die deutsche Sprache zu erlernen. Eine solche Möglichkeit nutzte Jalas Frau, die auch aus Syrien nach Leipzig kam. Sie arbeitete ehrenamtlich bei der Diakonie und kamso vor allem mit älteren Menschen ins Gespräch. Diese Gespräche hätten ihr geholfen, die Sprache zu lernen. Auch Jalal hat schon vor Beginn seines offiziellen Deutschkurses die Initiative ergriffen und bei einem Verein frei zugängliche Kurse besucht.

Aber nicht nur die Sprache ist für Geflüchtete eine große Herausforderung. mephisto 97.6 Redakteur Christopher Hirsch hat mit Jalal Abdi gesprochen und kann berichten: 

Moderator Paul Materne im Gespräch mit mephisto 97.6 Redakteur Christopher Hirsch.
2006 Weltflüchtlingstag
 

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Thomas Tasler
20.06.2017 - 19:38