Kulturveranstaltungen trotz Corona

Kulturtipps zum Montag

Ob Performance, Podcast oder Filmfestival - wir haben auch in dieser Woche wieder drei brandaktuelle Kulturtipps für euch ausgewählt. Eine akustisch-visuelle Begleitung, um einigermaßen inspiriert durch den Lockdown zu kommen.
Jeden Montag gibts 3 Kulturtipps vom Kultstatus!

#1 Fuck me today kill me tomorrow

FUCK ME TODAY KILL ME TOMORROW ist eine feministische Drag- Performance. Sie hinterfragt Scham, Schuldgefühle und Harmonie. Wer gelernt hat, die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen, der verlernt, sie zu formulieren. So wird sexuelle Gewalt zur Kollektiverfahrung. Können wir uns Sex und Lust ohne Gewalt überhaupt vorstellen? Gibt es Konsens im Patriarchat?

Triggerwarnung: Sexuelle Gewalt

VON UND MIT Taiina Grünzig, Philine Kreuzer, Alessa Scivoli, Matthias Weinzierl, Knut Holburg, Nora Oelke, Noah Schlegel, Lena Endner WERKSTATTMACHERINNEN Julia Auf der Maur, Athalja Haß.

Eine Produktion von Maria Nikita Moschus (Leipzig) in Zusammenarbeit mit Werkstattmacher e.V. und LOFFT – DAS THEATER. Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt.

Die Performance wird online gezeigt - die Premiere ist am 22. Februar 2021 um 20:00, das Video wird dann aber für einen Monat online bleiben - und ist über diesen Link zu sehen.

#2 Podcast der Initiative Riebeckstraße 63

Die zweite Empfehlung, die wir euch diese Woche geben möchten, ist der neu erschienene Podcast der Initiative Riebeckstraße 63.
Die Riebeckstraße 63 in Leipzig war ein zentraler Ort sozialer Ausgrenzung über die politischen Systeme des 19. Jahrhunderts hinweg. Im Jahr 1892 wurde in der Riebeckstraße 63 auf insgesamt 28.000m² die »Zwangsarbeitsanstalt zu St. Georg« eröffnet. In dem Gebäudeensemble, das heute noch weitgehend erhalten ist, wurde ein Arbeitshaus sowie ein Versorgten- und Obdachlosenhaus untergebracht. Die Polizei wies hier Frauen und Männer zur Verbüßung von Haft und zur Reinigung von Ungeziefer ein. Offiziell diente die Arbeitsanstalt zur »sittlichen Besserung arbeitsscheuer, trunksüchtiger und liederlicher Armer«. Bislang erinnert weder eine Informationstafel noch ein Denkmal an die vielen Menschen, die hier Leid erfuhren.
Im ersten Podcast der Initiative geben die Historikerin Dr. Fruzsina Müller, der Kulturwissenschaftler Markus Streb und die Schriftstellerin Bettina Wilpert einen Einblick in ihre Quellenrecherchen zu mehr als 130 Jahren Geschichte der Riebeckstraße 63 und über die für das Frühjahr 2021 geplante Ortsbegehung. Weiterhin sprechen sie mit Dr. Daniel Schuch über die Kontinuitäten von Ausgrenzung an diesem Ort über die verschiedenen politischen Systeme hinweg sowie die Pläne für einen künftigen Gedenk- und Lernort.

Hier könnt ihr den Podcast anhören:

#3 Chai. Chinesisches Filmfestival

Das 拆 CHAI. bringt euch vom 24. bis 27. Februar zum achten Mal chinesische und internationale Filme aus und über die chinesische Welt nach Leipzig und, weil es in diesem Jahr online stattfindet, auch nach ganz Deutschland.

Das Chinesische Filmfestival wird vom Konfuzius-Institut Leipzig ausgerichtet und war bereits in Vor-Corona-Zeiten in der Cinémathèque Leipzig (in der naTo) zu erleben. Während des Festivalzeitraums können die Filme jeweils zu einem Preis von 4,50 € gestreamt werden. Außerdem ist ein Festivalpass mit Zugang zu allen Filmen für 15,00 € erhältlich. Alle Filme werden im Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Bei zwei Lang- und vier Kurzfilmen geben euch die Filmschaffenden zusätzlich interessante Hintergrundeinblicke (Q&A- / Statement-Videos).

Zum Programm geht's hier lang.

 

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Josephine Kanditt
22.02.2021 - 15:15
  Kultur

#1 PERFORMANCE

feministische Drag-Performance FUCK ME TODAY KILL ME TOMORROW

#2 PODCAST

Podcast der Initiative Riebeckstraße 63

#3 FILMFESTIVAL

拆 CHAI. Chinesisches Filmfestival