Kulturveranstaltungen trotz Corona

Kulturtipps zum Montag

Falls ihr Lust auf Konzerte trotz Pandemie habt, eure liebste Buchhandlung unterstützen wollt, oder euch nach neuen Perspektiven auf ein schwer beladenes Wort sehnt - dann liefern wir euch in dieser Woche passende Vorschläge.
Jeden Montag gibts 3 Kulturtipps vom Kultstatus!

#1 Serie Detectorists

Angesiedelt in einer fiktiven Kleinstadt erkundet diese britische Comedy-Serie mit dem bisher zu Unrecht vernachlässigten Terrain des Metalldetekierens ein unverbrauchtes Setting, das den Platz für viel originellen Wortwitz bereitet. Die schrulligen Charaktere erinnern an die Figuren aus Filmen von Edgar Wright (Hot Fuzz, Shawn of the Dead) und auch bildsprachlich bedient sich die Serie an den bekannten Vorbildern (inklusive vieler Pub-Szenen).

Durchzogen von popkulturellen Anspielungen entwickelt sich eine Geschichte über eine liebevolle Männerfreundschaft zwischen den beiden Hauptcharakteren, aber auch die Nebendarsteller:innen zeichnen ein lebendiges Bild der britischen Provinz. Für Freund:innen des trockenen britischen Humors, die sich an Gangstergeschichten und Großstadtproblematiken satt gesehen haben, eine absolute Empfehlung. Zu erwähnen ist noch der passend ausgewählte kitschig-schöne Folk-Soundtrack. Verfügbar ist die Serie auf Englisch und Englisch mit deutschen Untertiteln.

Die 3 Staffeln a 6 Folgen sind in der arte Mediathek bis zum 28. Oktober 2021 abrufbar.

#2 Diskussion zum Thema Klasse und Gesellschaft zwischen Lars Weisbrod (Zeit Feuilleton) und Volkan Ağar (taz Kolumnist) 

Woher kommt das steigende Interesse des Bildungsbürgertums an Kolumnen und anderer Veröffentlichungen der sogenannten Arbeiterkinder? Ist der Begriff der Klasse immer noch oder wieder dazu geeignet, über soziale Ungerechtigkeit zu sprechen? Was hat größeren Einfluss auf Erfolg, Verhalten oder eine dicke Erbschaft?

Ob die öffentlich geführte intellektuelle Diskussion etwas am Status Quo der ungerechten Klassenunterschiede ändern kann oder ob es sich dabei um ein Von-oben-herabschauen der Eliten handelt werden Lars Weisbrod, der sich schwerpunktmäßig mit Verteilungsfragen und Erbschaften auseinandersetzt und Volkan Ağar, dessen Kolumne "Postprolet" sich mit Klassenfragen befasst, im Livestream erörtern.

Hier gehts zum Stream am 17. Februar 2021, 19 Uhr. 

#3 Digitale Sonntagsführung mit Eduardo Xerez: Café DAS KAPITAL 

Die Frage der Klasse in einem ursprünglicheren, marxistischen Sinn beschäftigte auch den Leipziger Designer Markus Dreßen, als er 2018 das Café der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig entwarf. Mit seinem Entwurf des Cafés zeigt er durch die Verbindung verschiedener Stile und Materialien wie Räume einladend beziehungsweise ausgrenzend wirken können. Bezugnehmend auf den ersten Band von Karl Marx Das Kapital, der 1867 in Leipzig gedruckt wurde, wird durch das Design das Konzept des Teilens mit anderen und in welchem Maße man dazu bereit ist ausgedrückt.

Die 30-minütige Führung findet jeden Sonntag in einem anderen Teil der GfzK statt und es besteht die Möglichkeit, während des Livestreams fragen an die vorstellende Person zu stellen. Die nächste Führung findet am Sonntag, dem 21. Februar 2021 um 16 Uhr auf dem Instagram-Kanal der GfzK statt. Diesmal führt sie Eduardo Xerez durch das vom Grafidesigner Markus Dreßen gestaltete Museumscafé DAS KAPITAL.

 

 

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