Kulturveranstaltungen trotz Corona

Kulturtipps zum Montag

Heimkino, Museumsbesuch oder Freiluft-Event: Auch in dieser Woche empfehlen wir das ein oder andere kulturelle Schmankerl. So wird euch trotz Home-Office und Online-Semester garantiert nicht langweilig!
Jeden Montag drei Tipps von unserem Kultstatus

Toilettenpapier in Vitrinen

Ausstellung: "Corona und Leipzig" im Stadtgeschichtlichen Museum

Wie hat sich unser Alltag in der Corona-Krise verändert? Wie hat sich diese Zeit auf das Leipziger Stadtbild ausgewirkt? Und welche Gegenstände sind untrennbar mit der Pandemie verwoben? Diese Fragen hat das Stadtgeschichtliche Museum aufgegriffen und gibt sie an die Leipziger*innen weiter. Im Web, Social Media und im Museum selbst kann man Erfahrungsberichte und Fotos teilen oder Objekte vorschlagen - all das fließt in eine kleine Präsentation ein, die unter dem Titel „Corona und Leipzig“ bzw. „Mein Hoffnungszeichen“ im Museum zu sehen ist.

Im Museumsfoyer werden die Einsendungen ausgestellt. Zu sehen ist unter anderem ein Mundschutz aus der Produktion der Opernwerkstatt und eine Nachbildung von Cremetörtchen in Klopapier-Form, die eine Leipziger Bäckerei mit einem Augenzwinkern kreierte, als die weißen Rollen heißbegehrte Mangelware waren. Neben den Objekten sind Erfahrungsberichte, Fotos und Zeichnungen zu sehen.

Unsere Redaktuerin Georgia spricht über die Ausstellung "Leipzig und Corona"
Ausstellung Corona- Podcast   

 

Kurzfilm für zu Hause

Film: „The First International Pandemic Self-Isolation Short Film Festival“

Für diejenigen, die bereits ihre dritte Serie auf Netflix gestartet, ihre alten Schmöker wieder aus dem Bücherregal gezogen oder jedes neue Videospiel schon zu Ende gespielt haben, gibt es hier ein wenig Abwechslung kinematographischer Art. Ein kleines Team aus professionellen Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Autor*innen organisierte ein online, no budget und non-profit Kurzfilmfestival, um der Kreativität während der virusbedingten Selbstisolierung neuen Raum zu geben.

In Form eines Wettbewerbs wurden über 1250 Kurzfilme aus 70 internationalen Ländern eingereicht und ausgewertet. Die 35 besten Werke wurden vom Festivalteam ausgewählt und ins Programm aufgenommen. Alle Filme entstanden während der Ausnahmesituation und thematisieren vorwiegend die Emotionen und Geschehnisse während der Isolierung. Von Dokumentarfilm, über romantische Komödie bis Horror sind einige Genres vertreten und spiegeln den kreativen Umgang mit einer nie vorgekommenen Situation wider. Dabei ertappt sich der eine oder andere vielleicht selbst dabei, die Nachbarschaft auf die gleiche Weise beobachtet oder die zweite Flasche Wein ebenso alleine geleert zu haben. Die Filme stellen einen Versuch dar, sich mit isolationsbedingten Emotionen, wie Angst, Langeweile, Wut und Trauer auseinanderzusetzen und bieten Raum für Selbstreflexion. Umso spannender ist es, wenn nun durch das Zuschauen das ferne Gefühl von Gemeinschaft wieder aufkommt.

Ende Mai wurden die Gewinner des Grand Jury Prize und des Audience Award über einen Livestream verkündet. Die Preisverleihung sowie die einzelnen Kurzfilme sind nach wie vor auf der Festival-Website für alle frei zugänglich.

Wem die Idee gefällt, kann zusätzlich zum Filme schauen noch Gutes tun und mit einer kleinen Spende (vielleicht in Höhe des Preises eines regulären Kino-Tickets?) Ärzte ohne Grenzen unterstützen, die während der Pandemie in über 70 Ländern aktive Hilfe für Menschen in Not leisten.

Link zur Festivalseite: https://www.coronashortfilmfestival.com/

 

Wer hat das schönste Stimmchen?

Musik: SongSlam-Finale in der Moritzbastei

Auch wenn langsam die Normalität - oder was davon übriggeblieben ist – wieder Einzug in die Leipziger Kulturszene hält, irgendetwas scheint dennoch zu fehlen. Wir sind uns sicher, dass es sich bei diesem „etwas“ um die geselligen Abende mit Live-Musik in den Bars und Pubs der Stadt handelt. Umso erfreulicher ist es, dass am Freitag, den 19.06. das Jahresfinale des SongSlam-Contests in der Moritzbastei stattfindet. Die seit Generationen bei Studierenden und Ur-Leipziger*innen gleichermaßen beliebte Location richtet jenes musikalische Kräftemessen bereits seit einigen Jahren aus. Die Bühne gehört an diesem Abend ganz den Singer-Songwritern aus Leipzig und Umgebung. Die Gewinner*innen der vorherigen SongSlam Runden treten hier gegeneinander an und wetteifern um den Titel „Jahressieger*in der Saison 2019/20“.

Es wird unter freiem Himmel konzertiert, weshalb nicht nur auf ein lebhaftes Publikum, sondern ebenso auf laues Sommerwetter gehofft wird. Beginn ist um 20:00 Uhr, der Eintritt kostet an der Abendkasse 7,00€ bzw. 9,00€, im Vorverkauf kann man die Tickets ein wenig günstiger erstehen. 

 

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Leila Renn, Annalena Gebauer, Georgia Dreßler
15.06.2020 - 15:22
  Kultur