Förderprogramm

Kultur Kollaborateure in Aktion

In der Galerie für Zeitgenössische Kunst wurde es am 04.03.2020 vor allem eins: kunterbunt, aktiv und laut. Von der Interactive Walking Gallery über eine Kooperationsübung bis zur "sanften Veränderung von Routinen" - und warum all das Kunst ist.
Bemalte Kinderhände
Kultur Kollaborateure

Am 04.03.2020 haben neun Projektpartner vom Förderprogramm „Kultur Kollaborateure in Aktion“ ihre vollendeten Workshops in der Galerie für Zeitgenössiche Kunst kunstvoll und partizipativ in Szene gesetzt. Bei der Abschlusspräsentation zeigten Akteure und Akteurinnen aus Kultur und Bildung, was durch gemeinsame Projekte machbar ist.

Aus den Nebensälen ergießt sich ein phonetisches Klanggemisch aus Topfscheppern, Pfeifenzwitschern und orientalischen Rhythmen, während in einem Schülervideo erklärt wird, wie der Islam schmeckt: nach süßen Datteln.

„Kultur Kollaborateure in Aktion“ ist das Förderprogramm des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kultur und dem Kulturamt der Stadt Leipzig. Hierfür suchten und fanden sich 2019 Leipziger Bildungseinrichtungen und Kulturpartner, erarbeiteten ein gemeinsames Projektziel und bewarben sich um die finanzielle Förderung.

Für die Umsetzung ihres Projekts erhielten sechs Schulen jeweils 2800 Euro aus dem Fördertopf, des Weiteren durften sich sechs Kindergärten und Horte über je 1800 Euro Unterstützung freuen. Die Bewerbungsrunde für 2020 läuft gerade, es soll für jedes Projekt nocheinmal 700 Euro draufgelegt werden.

Zugang zu Kultur vermitteln

In den vielfältigen Kulturprojekten aus den großen Bereichen Musik, Theater und Film durften sich die jungen Teilnehmenden kreativ ausleben, eigene Ideen entwickeln und selbstständig realisieren. Doch es wurde nicht nur gedruckt, gefilmt und gewerkelt, sondern parallel auch ein spielerischer Zugang zu Kultur vermittelt, wie Theresa Darian von der Kulturstiftung des Bundes in ihrem Vortrag deutlich machte: Die Projekte seien eine „sanfte Störung der Routinen“ für den Alltag in Schule oder Hort, eine wesentliche Veränderung. Kulturprojekte erforderten deshalb Mut zur Infragestellung von Routinen und bestärkten gleichzeitig darin, das Erwartbare zu vermeiden.

Insgesamt trüge die Partizipation an einem Kulturprojekt wesentlich zur Identitätsfindung, Emanzipation und zum Selbstbewusstsein der Kinder bei, so Darian. Beteiligte Kulturpartner waren unter anderem die Internationale Musikschule Leipzig, die VILLA und die WERK 2 Kulturfabrik.

Aus den Projektstationen der Kulturpartner- und partnerinnen, der sogenannten Interactive Walking Gallery, ergab sich hierdurch für Teilnehmende ein angenehmes Eindruckswirrwarr, das sich am Ende der Veranstaltung ganz von selbst in ein buntes Puzzle der „Kultur“ auflöste.

Weitere Informationen zum Nachhören, unter anderem wie Schülerideen einem Musem neues Leben einhauchen konnten, gibt es hier:

Mareike Eising im Gespräch mit Moderatorin Charlotte Siemoneit
Mareike SG Kulturkollaborateure
 

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