Kurdische Filmtage Leipzig

Kreative Kritik

Bei den Kurdischen Filmtagen werden verschiedene Filme von kurdischen RegieseurInnen gezeigt, die damit auf die kurdischen Missstände aufmerksam machen wollen. mephisto 97.6 hat mit der Organisatorin Sarah Aline Kreimendahl gesprochen.
Kurdische Filmtage
Sarah Aline Kreimendahl hat dieses Jahr die Kurdischen Filmtage in Leipzig organisiert.

Vom 24. bis zum 26. November finden die Kurdischen Filmtage in Leipzig statt. Das Plagwitzer Kino Cineding zeigt dazu verschiedene Spiel- und Dokumentarfilme in kurdischer Sprache. Organisiert wird das kleine Filmfestival von der Union Kurdischer Studierender in Syrien und Deutschland e. V. (kurz: UKSSD e.V.).

Filme, welche die Augen öffnen

In den Filmen kritisieren kurdische RegiseurInnen die Missstände in ihrem Land und wollen die kurdische Geschichte aufarbeiten, sowie über die Kriegsverbrechen aufklären. Außerdem wird sich mit dem Thema Selbstbestimmung und der Möglichkeit auf ein besseres Leben auseinandergesetzt. Trotz Unterdrückung der kurdischen Kultur wurden im letzten Jahr viele Filme gedreht. Nun bekommen auch die RegieseurInnen die Möglichkeit ihre Arbeiten in Leipzig vorzustellen.

Heute Vormittag war die Organisatorin der Kurdischen Filmtage in Leipzig, Sarah Aline Kreimendahl, zu Gast und sprach mit mephisto 97.6 über das Filmfestival:

mephisto 97.6 Moderator Magnus Folten hat sich mit Sarah Kreimendahl über das Filmfestival unterhalten
 

Ein Tag im Leben eines kurdischen Kämpfers

Im Film Bakur haben die kurdischen Filmemacher Çayan Demirel und Ertuğrul Mavioğlu verschiedene Gruppen von kurdischen Kämpfern begleitet und deren Alltag mit Kameras festgehalten. Die beiden Filmemacher wollen dadurch die Motivation hinter den Kämpfen der Widerständler zeigen und deren Einstellungen zum türkischen Staat deutlich machen.

 

Von der Berlinale nach Leipzig

Der Film Toz Bezi wurde schon auf der Berlinale gezeigt. Im Rahmen der kurdischen Filmtage kann dieser nun auch in Leipzig geschaut werden. Der Film handelt von zwei Putzfrauen aus Istanbul, die eine gemeinsame Busfahrt verbindet – so hat sich über die Jahre eine gute Freundschaft entwickelt. Der Filmemacher Ahu Öztürk porträtiert in seinem Film zwei Frauen mit ihren alltäglichen Problemen und geheimen Wünschen.

   

 

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Sophie Rauch
24.11.2016 - 16:18
  Kultur