(No)Legida

Krawall und Remmidemmi?

"Gehen wir die Cops an! Machen wir die City platt!" – beim heutigen Aufmarsch des islamfeindlichen Bündnisses LEGIDA wollen Linksextremisten anscheinend zu drastischeren Mitteln greifen, als bei den vergangenen Demos.
Ob es bei den Gegenprotesten zur heutigen LEGIDA-Demo Ausschreitungen geben wird?

Polizeiautos, Deutschlandflaggen, aufgebrachte Bürger – inzwischen kein ungewöhnliches Bild mehr in der Leipziger Innenstadt. Und auch heute Abend wird wieder einiges los sein, wenn sich das islamfeindliche Bündnis LEGIDA zum mittlerweile zehnten "Abendspaziergang“ versammelt. Neben dem Aufmarsch von LEGIDA wird es auch mehrere Veranstaltungen für Weltoffenheit und Toleranz geben. Diese könnten heute allerdings weniger friedlich ausfallen, als bei den letzten Malen. Denn am Samstag tauchte im Internet ein Gewaltaufruf aus linksautonomen Kreisen auf, der sich nicht nur gegen das islamfeindliche Bündnis richtet, sondern auch gegen die Polizei und Eigentum der Stadt:

Gehen wir die Cops an! Machen wir die City platt!

Riot Crew

Veröffentlicht wurde der Aufruf auf der linken Internetplattform indymedia.org von der sogenannten Riot Crew. Wer genau sich dahinter verbirgt, ist nicht bekannt, da auf der Webseite alle Mitglieder anonym posten können. Doch es scheint, als wären die Riot Crew aus Frust, dass man LEGIDA noch nicht habe stoppen können, zu allem bereit:

Scheißt auf die Demos und angemeldeten Kundgebungen, findet euch zusammen und legt los! Wo ihr wollt und wie ihr wollt! Legida und Stadt bestimmen [die] Zeit und den Ort, wir den Preis!

​Riot Crew

Die Polizei nimmt den Gewaltaufruf sehr ernst. Es wird bereits wegen Androhung von Straftaten ermittelt, zusätzliche Polizisten wurden dennoch nicht angefordert. Ob es bei den heutigen Veranstaltungen tatsächlich Ausschreitungen geben wird und die Riot Crew ihre Drohungen wahr macht, wird sich zeigen. 

 

Moderatorin Susi Kraft spricht mit Redakteur Merten Waage über den Gewaltaufruf der Riot Crew.
 
 

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