Datenschutz

Kostenlos ist nicht gleich kostenlos

Seit einem Monat können sich Windows-Nutzer das kostenlose Betriebssystem Windows 10 downloaden, doch nicht nur die Fehlermeldungen häufen sich, sondern auch Stimmen von Datenschützern werden laut, die das System als bedenklich einstufen.
Laptop mit Schloss
Man muss seine Daten schützen- nur wie?

Die Metapher des gläsernen Menschen ist in aller Munde. In Zeiten von NSA und Big Data-Unternehmen werden Daten zu einem teuren Handelsgut. Wohnort, Adresse und Gesundheitszustand eines Nutzers werden von Unternehmen untereinander verkauft.

Persönliche Daten als Währung

Es gibt bereits Betriebssysteme, die fleißig Daten sammeln und diese weitergeben und auch Facebook ist dafür bekannt. Jetzt schließt sich auch Microsoft mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 diesem Trend an. Das als kostenlos angepriesene Betriebssystem kostet den unaufmerksamen Nutzer paradoxerweise ziemlich viel. Wer die AGBs nicht aufmerksam genug liest, holt sich nämlich einen Spion ins Haus. Und dieser hat so einiges auf dem Kasten.

Datensammler Windows 10

Wer nicht aufpasst, dessen Browserverläufe landen auf den Microsoft-Servern. Auch geschriebene und gesprochene Inhalte sowie Standorte des Gerätes werden versandt. „Ich habe doch nichts zu verbergen!“ – argumentieren Viele dagegen, ob das jedoch die richtige Einstellung ist, ist fraglich. Mit den Daten werden umfassende Nutzerprofile erstellt, die Voraussagen über den Nutzer selbst zulassen. So können Unternehmen Angaben zu wirklich persönlichen Sachen wie Sexualität oder Kaufverhalten generieren.

Nutzer werden transparent

Was für Daten über welchen Zeitraum gesammelt werden, ist vollkommen undurchsichtig. Es gibt viele Datenschutzorganisationen oder Aktivisten, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, fängt die breite Masse erst an, ein Gefühl für derlei Themen zu entwickeln. Hilfe gibt es nicht nur im Netz. Das Bündnis Privatsphäre Leipzig versucht mit Crypto-Partys die Nutzer aufzuklären und zu unterstützen. Niemanden sonst scheint der Schutz der Nutzer zu interessieren, denn die Politik ist eher dabei, das Niveau der Datenschutzbestimmungen herunterzufahren und will auf soziale Netzwerke strenger vom BND überwachen lassen.

Sophie Schröder spricht über die Tücken des Betriebssystems Windows 10
 

Jeder Nutzer sollte sich demnach selbst fragen, ob er möchte, dass ein Datenprofil über ihn erstellt wird.

 

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