Hochschulkürzungen

Klicken gegen das Sparpaket

Im Streit um die Stellenkürzungen an der Universität Leipzig geht der Protest der Studenten und Institutsmitarbeiter in eine weitere Runde: 8000 Menschen haben bisher eine Onlinepetition zum Erhalt der Theaterwissenschaften unterzeichnet.
Protestplakat für den Erhalt der Theaterwissenschaften.

Weder das Institut für Theaterwissenschaften noch das Institut für Archäologie sehen sich wegen der Kürzungen imstande, die Arbeit ihrer Institute weiterzuführen. Seitdem reißt der Protest nicht ab. Informationsveranstaltungen an den Instituten, die sich durch die Kürzungen in ihrer Existenz bedroht sehen, Flashmobs und nun eine Online-Petition versuchen das drohende Unheil abzuwenden.

Unterschriften gegen Kürzungen

Über 8.100 Menschen haben bisher die Online-Petition für den Erhalt der Theaterwissenschaften unterzeichnet – mit steigender Tendenz. Die Studierenden und die Dozenten des Instituts fordern darin die sächsische Bildungsministerin und die Rektorin der Uni Leipzig auf, die Kürzungen zurückzunehmen. Die Theaterwissenschaften seien ein Schlüsselfach der Geisteswissenschaften, Kultur und Gesellschaft könnten nicht auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Theater verzichten. Außerdem kürze das Land ein international anerkanntes Institut.

Reaktion des Rektorats

Letzte Woche hatte sich auch das Rektorat der Universität Leipzig mit den Studenten solidarisiert. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Leipzig, betonte, der Universität seien die Hände gebunden und die Stellenstreichungen ein unvermeidbares Resultat des Sparpakets des Landes. Er forderte infolgedessen einen Paradigmenwechsel in der Politik. 

Hintergrund

Das Sparpaket des Freistaates sieht vor, dass bis 2020 an allen sächsischen Universitäten 1000 Stellen eingespart werden müssen. Im Zuge dessen hatte Rektorin Beate Schücking am 21. Januar konkrete Kürzungen bekannt gegeben. Für den Doppelhaushalt 2013/14 betraf das hier in Leipzig 48 Stellen, für 2015 sind es 24. Darunter fünf Professoren, sieben Mitarbeiter und 12 Auszubildende. Diese Sparmaßnahmen betreffen die Institute für Theatherwissenschaft und Archäologie sowie die physikalische Chemie.

 

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