Uni während der Corona-Krise

Klausurenphase im Homeoffice

Seit einer Weile steht schon fest: Das Sommersemester 2020 bleibt digital. Je näher aber die Prüfungsphase und das Wintersemester rücken, desto mehr Fragen über den Ablauf entstehen. Die Uni Leipzig hat jetzt neue Regelungen bekannt gegeben.
Die Hörsäle bleiben dieses Semester vermutlich leer.
Die Hörsäle bleiben dieses Semester vermutlich leer.

Der Beitrag zum Nachhören:

Unsere Redakteurin Luise spricht über die Prüfungsphase im digitalen Semester
Podcast- Prüfungsphase im digitalen Semester

Diese Maßnahmen hat die Uni Leipzig Anfang der Woche unter anderem bekannt gegeben:

  • Aufgrund der Hygienemaßnahmen können Prüfungen jetzt unter anderen Bedingungen durchgeführt werden, auch digitale Prüfungen (z. B. über Videochat) sind erlaubt. Wie genau die aber aussehen können, wurde noch nicht bekannt gegeben.
  • Ein Praktikum kann angerechnet werden, auch wenn es aufgrund von Covid-19 unter- oder abgebrochen wurde.
  • Wer sein Sommersemester nicht an seine Fachsemester anrechnen lassen möchte, kann das jetzt mit einem Online-Formular im AlmaWeb beantragen.
  • Der Übergang von Bachelor- zu Masterstudium wird erleichtert. Man benötigt statt 180 nur noch 150 Leistungspunkte um zugelassen zu werden. Hierfür muss man ein Formular vom zuständigen Studienbüro unterschreiben lassen.

Mehr Infos für Studierende gibt’s auf der Website der Universität.

StuRa fordert mehr Transparenz

Nico Eisbrenner, Referent für Hochschulpolitik beim StudentInnenrat der Universität Leipzig hält die Maßnahmen für richtig, sie seien teilweise aber noch zu vage. Beispielsweise käme die Nichtanrechnung des Sommersemesters für viele Studierende nicht infrage, weil sie dadurch den Anspruch auf BaFög oder Stipendien verlieren könnten. Die Universität erkläre nicht wirklich, was Studierende machen können, die davon betroffen sind.

Auch wenn die Idee der Nichtanrechnung richtig cool ist, glaube ich, ist da noch eine ganze Menge Transparenz wichtig. Da müssen wir natürlich gucken, wie das auch hier umgesetzt wird.

Nico Eisbrenner, StuRa Universität Leipzig

 

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