Eskalation im Zug

Jürgen Kasek beleidigt und angegriffen

Gestern wurde Grünen-Politiker Jürgen Kasek von Fußballfans angepöbelt und sogar mit einer Flasche beworfen. Im Interview mit mephisto 97.6 erklärte er das Geschehen.
Jürgen Kasek ist ein Gesicht der NoLegida-Bewegung – auch wenn er das gar nicht will.
Jürgen Kasek im Interview mit mephisto97.6.

Der sächsische Landesvorsitzende der Grünen, Jürgen Kasek, ist am Sonntag von Fans des 1. FC Lok Leipzig attackiert worden. Das bestätigte Kasek im Interview mit mephisto 97.6. Er fuhr mit der Leipziger Bundestagsabgeordneten der Grünen Monika Lazar und der Grünen-Politikerin Christin Melcher mit dem Zug nach Leipzig. Beim Umsteigen in Naumburg hätten Lok-Fans Kasek erkannt und daraufhin attackiert, so Kasek. Er wurde von einer Flasche am Kopf getroffen und dabei leicht verletzt. Daraufhin forderten die im Zug anwesenden Polizeibeamten die drei Politiker auf, den Zug zu verlassen. Sie erkannten die Politiker nicht und dachten, die Drei hätten die Hooligans provoziert. Kasek hätte sich gewünscht, dass die Polizei anders reagiert. Er sieht jedoch ein, dass die Möglichkeiten der Beamten begrenzt waren. Es sei schwer gewesen, die Situation unter Kontrolle zu bekommen und die Fans davon abzuhalten, die Politiker auch auf dem Bahnsteig anzugreifen. Nach Angaben Kaseks waren unter den Lok-Anhängern auch bekannte Hooligans. Der Grünen-Politiker wird nun Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Die Bundespolizeidirektion in Pirna will den Vorfall derzeit prüfen und äußert sich zu dem Vorfall:

Der Sachverhalt sowie der Tweet von Herrn Jürgen Kasek sind der Bundespolizei bekannt. Gegenwärtig wird der Sachverhalt ausgewertet und bewertet. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns erst nach Abschluss dieser Bewertungen umfangreich zum Sachverhalt äußern können.

 

Magnus Raab hat mit Jürgen Kasek gesprochen:

mephisto 97.6 Redakteur Magnus Raab im Gespräch mit Moderator Nico van Capelle über den Angriff
Jürgen Kasek spricht mit mephisto 97.6 Redakteur Magnus Raab über den Angriff

 

 

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Finný Anton, Sophie Schröder
07.11.2016 - 14:17