Gespräche auf dem Roten Sofa

Jeden Tag ein Gedicht

Judith Zander legt mit ihrem zweiten Gedichtband eine Art lyrisches Tagebuch vor. Mit neuen Worten und Wortkombinationen beschreibt sie Momente ihrers Alltags, die jeden erfreuen sollen.
Judith Zander im Gespräch auf dem Roten Sofa

Tagebuch in Versen

In Gedichten durch das Jahr, das ist die Idee des manual numerale, des zweiten Gedichbandes von Judith Zander. Manual bedeutet nämlich auch Tagebuch und numerale bezeichnet natürlich die Zahlen. Das war für Judtih Zander ein wichtiges Gestaltungsmittel. Denn die Zahlen des Datums bestimmen die Menge der Verse, so gibt es am 31.1. zwei Gedichte, eines mit 31 Versen und eines mit einem Vers. Manchmal gehören diese Gedichte zusammen und manchmal nicht, je nachdem wie es sich beim schreiben ergab, denn Zander schreib einfach auf, was ihr vom Tag im Kopf geblieben ist. Doch manual bedeutet nicht nur Tagebuch, es bezeichnet auch die Tasten der Orgel, es ist also eine Art Werkzeug. Das Werkzeug, dass die Autorin nutzt sind zahlreiche Zitate und das erforschen lyrischer Formen und Mittel. Entstanden sind am Ende Gedichte, die teilweise einen faszinierende Wortgewalt besitzen, Rhythmik und Lyrik haben, die englischen Zitate allerdings fügen sich kaum in den Text, sie wirken "modisch" (Kerstin Hensel) und oft wie Fremdkörper.

 

Autorin Judith Zander im Interview mit Thilo Körting
Zander

 

 

Kommentieren