Rassistische Gewalt

Jede zweite Tat wird im Osten verübt

Ostdeutschland bleibt vermehrt Schauplatz rassistisch motivierter Gewalt. Das belegt eine amtliche Statistik der Bundesregierung, die 61 der bundesweiten 130 Fälle des Vorjahres in den neuen Ländern registrierte.
Gewalt, in unserer Gesellschaft allgegenwärtig

mephisto 97.6-Redakteurin Charlotte Schulze im Gespräch mit Moderator Florian Zinner zu den Fallzahlen rassistisch motivierter Gewalt:

Charlotte Schulze und Florian Zinner zu rechter Gewalt in Ostdeutschland.
 

Durch eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Irene Mihalic an die Bundesregierung wurden aufgeschlüsselte Zahlen zu rassistischen Gewalttaten öffentlich. Für den Osten der Republik ergibt sich ein düsteres Bild: Im letzten Jahr wurden fast die Hälfte der einschlägigen Taten in den neuen Bundesländern und Berlin verübt, obwohl nur 20 Prozent der Deutschen hier wohnen. 

Rassismus als Motiv rechter Gewalt

In der Statistik werden fremdenfeindliche Motive unter rechter Gewalt eingeordnet. Die Gesamtzahl in dieser Kategorie ist noch erschreckender: im vergangenen Jahr wurden 1029 Fälle registriert. Darunter zählen auch versuchte Tötungen, Sprengstoffdelikte und Brandstiftungen. 36 Prozent der Delikte entfielen auf Ostdeutschland.

 

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Paul Hildebrand
18.08.2015 - 21:26