Interview

Interview mit Han Solo und Chewbacca

Am 26.05. haben Mikroboy in der Moritzbastei gespielt. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit Michael Ludes und Kai Steffen Müller darüber geredet, ob sie lieber Mate oder Cola trinken, und wie eine Abschiedstour sich eigentlich so anfühlt.
Mikroboy
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Ihr seid ja grade auf Abschiedtour, nach 8 beziehungsweise 13 Jahren Bangeschichte, je nachdem, wie man das so sieht - wie fühlt sich das jetzt so an, die Abschiedstour?

Bis jetzt fühlt sich die Tour tatsächlich an wie ne normale Tour eigentlich, noch nicht so richtig wie ne Abschiedstour, weil wir ja jeden Abend auf nochmal so und soviele Konzerte gucken. Es ist ja noch nicht vorbei. Man merkt aber schon, dass es so von Show zu Show n bisschen - das Gefühl verändert sich jeden Abend n bisschen und es wird n bisschen emotionaler, das muss man auch sagen. Man muss aber auch sagen, dass es sich auch dadurch unterscheidet, dass die Menschen einfach unterschiedlich reagieren in verschiedenen Städten. Also wir hatten so Städte, da dachte ich so "Oh Gott, ich hab das Publikum gar nicht gekriegt", hab dann aber am Ende gemerkt, ich hab die doch gekriegt, die waren nur alle wirklich ernsthaft traurig.

 

Und wie kam es jetzt zu der Entscheidung Mikroboy aufzulösen?

Naja, also erstens Mal spricht das ja schon n bisschen für sich, wenn man 5 Jahre braucht um ne neue Platte zu machen. Das liegt einerseits an räumlicher Trennung einfach, ne zwei Jungs wohnen in Wiesbaden, einer in Hamburg, einer in Berlin, das ist ein bisschen schwierig, und eben genau weil in unserem Leben auch soviel passiert ist, was andere Projekte und so angeht, ist es einfach auch oft schwer alle Leute zusammen unter einen Hut zu kriegen - überhaupt die Zeit zu finden, dass alle vier zusammen sind. Dazu kommt auch noch, dass ich die ersten Mikroboy Songs mit 23 geschrieben habe und jetzt bin ich 35 und da verändert sich einfach so thematisch einiges über das man so singt oder was man so aus seinem Gehirn gerne herauslassen möchte. Deshalb fühlt sich das langsam so an, als wäre der Bogen jetzt so zu Ende erzählt. So kann man's glaub ich zusammenfassen.

 

Und ihr habt ja passend zur Abschiedstour jetzt quasi das neue Album veröffentlicht und da habt ihr selbst mal gesagt, dass das jetzt so euer Meisterwerk ist - was macht...

Nee, Meisterwerk hat glaube ich keiner gesagt. Wir haben gesagt, dass das die Platte ist, die wir alle gerne machen wollten. Und das ist auch so, ja. Es ist die Platte, in der uns niemand reingeredet hat, die wo es uns auch scheißegal war, ob das jetzt in diese Zeit passt oder nicht, ob das irgendjemand hören will außer uns selber; sondern es war einfach so die Platte, die das wiederspiegelt, was wir musikalisch, also was eigentlich unsere musikalische Sozialisierung ist und was wir gerne machen wollten. So würde ich's sagen. Ob das n Meisterwerk ist oder nicht müssen andere beurteilen. Das wäre ja das Arroganteste was es gibt, sowas zu behaupten. So arrogant sind wir nicht.

 

Wie würdet ihr da so die Abgrenzung zu den Alben vorher machen?

Gar nicht! Wir haben diese Platten auch genauso wie sie waren gebraucht um diese dritte Platte zu machen. Also das ist schon so. Wenn du jetzt nach Abgrenzung fragst, der Unterschied ist halt, dass wir die Platte live aufgenommen haben und das von diesem ursprünglich doch sehr elektronischen Mikroboy-Ding fast nichts übrig geblieben ist. Also, es ist einfach ne reine Band-Platte geworden. Und das ist aber auch genau was wir gerne wollten.

Und habt ihr einen ganz persönlichen Lieblingssong unter euren Songs?

Michael Ludes:

Das muss ja jeder für sich selber sagen. Meiner ist "Schnee". Auf jeden Fall auf dieser Platte - vielleicht auch sogar von allen Mikroboy Songs. Bei Steffen weiß ich nicht, das musst du sagen.

Kai Steffen Müller:

Bei mir wechselt das grade.

Michael Ludes:

Immer was abends am meisten Spaß gemacht hat, ne?

Kai Steffen Müller:

Genau.

 

Außerdem: was die Bandmitglieder in den letzten fünf Jahren so gemacht haben, wer gerne welche Rolle des anderen übernehmen würde und welcher fiktive Charakter Michael Ludes und Kai Steffen Müller gerne wären, wenn sie die Möglichkeit hätten- das kann man hier nachhören:

Mikroboy im Interview mit Gesa Koy
Mikroboy im Interview
 

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Wie das Konzert in der Moritzbastei war könnt ihr hier nachlesen.