Konzertbericht

I'll Never Talk

Die Indie-Hip Hop Künstlerin K.Flay ist am 29.10. im Täubchenthal aufgetreten. Wir waren dabei.
K.Fla live
K.Flay im Täubchenthal

...okay, ein bisschen was erzähl ich vielleicht doch:

Erwartungen

Als ich das erste Mal einen Song von K.Flay angehört habe, dachte ich "Huch?! Was ist das denn?" - Es ist Hip Hop, aber mit Indie gemischt und in einem stetigen Wechsel von Rap- und Gesangspassagen. Vor allem auf ihrem neuen Album findet sich dieser Stil sehr eindeutig. Ich habe musikalisch relativ hohe Erwartungen an das Konzert. Und natürlich will ich wie immer nicht auf meine "Songerwartung" verzichten: The Cops und Bad Things diesmal.

Erster Eindruck

Das Konzert findet im kleinen Raum im Täubchenthal statt. Der Raum ist von der Größe her auf jedenfall angemessen für die Besucherzahl. Das Publikum ist verhältnismaßig eher jung, aber trotzdem relativ gemischt. Die Bühne ist hier ziemlich niedrig, sodass Musiker und Publikum nah beieinander stehen. Die Nebelmaschine kommt auf dieser Bühne stark zum Einsatz, wie mir scheint. Schade eigentlich, da sieht man ja nicht so gut. Dann kommen K.Flay und ihr Schlagzeuger auf die Bühne. Nur die beiden, keine Band oder so. Und dann fängt sie an zu singen und ich denke nur "Krass!". K.Flay ist ganz in schwarz angezogen, sieht auch eher nach Punk aus irgendwie, und ihre Stimme ist total beeindruckend. Da fühlt es sich fast komisch an, dass die Bühne so nah am Publikum ist.

Musik

Abgesehen von ihrer Stimme, ist auch der Schlagzeuger ziemlich beeindruckend. Den Rest der Musik spielen die beiden ein. Das lässt K.Flay auch die Zeit, während "Instrumentalparts" zu ihrer eigenen Musik zu tanzen. Sie reißt das Publikum dabei mit. Während ihrem Song "Wishing It Was You" beugt sie sich zur Refrainzeile des Songs ins Publikum und lässt die Mädels aus der ersten Reihe mit in ihr Mikro singen. Vor "The Cops" - der übrigens nur kurz nach "Bad Things" läuft (2 von 2!)- legt sie sich kurz auf die Bühne, sagt sie sei zu müde, geht dann aber doch in den Song über. An dieser Stelle denke ich mir, dass jetzt eigentlich noch "Can't Sleep" fehlt. Das ist schließlich ihr bekanntester Song. Und genau der läuft auch direkt danach. Jeder Song klingt live ein bisschen anders als auf CD, aber immer großartig. Das Publikum geht mit jedem Song mit. Im Interview hatte K.Flay verraten, dass ihr vor allem wichtig ist, dass ihre Musik ehrlich ist. Das übermittelt jeder einzelne Song des Abends.

Show

Wie schon gesagt, K.Flay tanzt. Und das ganze Publikum mit ihr. Sie sagt wenig zu den Songs an. Zwei Mal heißt es, dass ein Liebeslied folgen wird. Der Schlagzeuger wird genannt und bekommt Applaus, die Vorband (Tom Thaler & Basil) genauso. Sie ist das erste Mal in Leipzig, hat einige Shows in Deutschland hinter sich, und freut sich. Das brauch sie nicht mal sagen, denn das merkt man schon daran, wie sie kichert, wenn das Publikum schon während des Intros eines Songs jubelt. Die ganze Show ist insgesamt eher eine große Tanzparty als ein Konzert. Als die Zugabe gespielt werden soll gibt es auf einmal ein technisches Problem. Das hält zum Glück nur sehr kurz an und wird durch die Sängerin amüsant überspielt. Die Zugabe ist einer der wenigen älteren Songs die sie in den knappen 55 Minuten Konzert spielt. Davon hätte ich mir eigentlich noch ein paar mehr gewünscht. Songs und Minuten, meine ich.

Was in Erinnerung bleibt

Kurzes Konzert, kurzes Fazit: musikalisch großartig und einfach unglaublich spaßig. Nächstes Mal wirklich sehr gerne wieder, aber dann bitte etwas länger.

 

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Die Tour im Web 2.0:

Wer es zu keinem der Konzerte schafft, hat auf K.Flays Blog die Möglichkeit die gesamte Tour mitzuerleben. Wenn man rund um die Uhr auf dem neuesten Stand sein möchte, folgt man der Tour einfach und wird über jeden neuen Post informiert.