Kosmonaut Festival

Ich will nicht nach ... Ferropolis!

2009 zog das splash! Festival von Chemnitz nach Gräfenhainichen um. Kein Grund mitzuziehen, dachte sich die deutsche Band Kraftklub, die ja bekanntermaßen auch nicht nach Berlin will, und gründete daraufhin ihr eigenes Festival in der Heimatstadt.
Kosmonaut Festival
Das Kosmonaut Festival zieht mit jedem Jahr mehr Besucher an.

Was erwartet mich?

2013 wurde das erste Kosmonaut Festival von der Band Kraftklub ins Leben gerufen. Das fand damals nur eintägig statt, die 6.000 Tickets waren aber noch vor Beginn ausverkauft. Mittlerweile zieht es schon über 15.000 Besucher an den Stausee Rabenstein und die Bands treten an zwei Tagen auf. Dass das Festival schon längst kein Geheimtipp mehr ist, ist kein Wunder: Statt Betonböden gibt es hier Wiese, Wald und See. Und anstelle von wahllos gebuchten Headlinern werden die Bands von den Kuratoren, den Jungs von Kraftklub, selbst ausgesucht.

Was sind die großen Namen?

Als Headliner spielen unter anderem Casper, Alligatoah, BOY, Prinz Pi, Wanda, Feine Sahne Fischfilet und Frittenbude (der aufmerksame Hörer merkt: Hier wird die deutsche Musikszene gehuldigt). Einen geheimen Headliner gibt es allerdings auch wie jedes Jahr. Bis zu dessen Auftritt bleibt es spannend, wer dahintersteckt. Vorab um den Namen wetten kann man aber trotzdem - und dabei Tickets fürs nächste Jahr gewinnen.

Wie komme ich dahin?

Von Leipzig nach Chemnitz ist es nicht weit (ca. 1 Stunde). Wer mit dem Zug fährt, kann vom Chemnitzer Hauptbahnhof aus direkt in das "Spaceshuttle" (den Shuttlebus) des Festivals steigen und wird direkt zum Festivalgelände gefahren oder wieder zurück. Auch von der Autobahn aus lässt sich das Gelände gut erreichen. Eine zusätzliche Beschilderung der Parkplätze sorgt dafür, dass sich keiner nach der Abfahrt von der A4 verirrt.

Mit was für einem Publikum ist zu rechnen?

Musikalisch ist das Kosmonaut Festival ziemlich vielfältig. Hören kann man dort vor allem Indie, Electro, Pop, HipHop und Punk. Was auffällt ist, dass es hauptsächlich deutschsprachige Acts sind, die dort auftreten. Das könnte zum einen daran liegen, dass die Kuratoren Kraftklub viele ihrer Lieblingsbands und persönlichen Geheimtipps der aktuellen Musikszene buchen. Dementsprechend wählt das Publikum auch eher das Kosmonaut statt Riesenfestivals wie das Hurricane aus, das parallel an diesem Wochenende stattfindet - das Kosmonaut Festival ist familiärer und gibt auch kleineren Acts eine Chance.

Welchen Act darf ich nicht verpassen?

Beim Kosmonaut ist für jeden etwas dabei - Egal ob politischer Punk von Feine Sahne Fischfilet und Turbostaat, Pop mit 80s-Feeling vom Newcomer Drangsal oder Indie-Chansons von Schnipo Schranke, die auch mal Titel wie "Pisse" tragen. Trotzdem sollte man auch ein Auge auf die unbekannteren Bands werfen - wie etwa die hessische Indie-Band Okta Logue, die sich ein wenig nach dem Psychedelic Rock der 60er und 70er Jahre anhört und an Bands wie Tame Impala erinnert. Oder die komplett unbekannte Berliner Band The Peters, die mit ihrem Song 'Drive' einen absoluten Roadtrip-Feelgood-Song abliefern.

(Un)nützes Wissen?

Der Hauptgewinn beim Wettbüro um den geheimen Headliner war letztes Jahr ein Wohnzimmerkonzert mit K.I.Z.
Grund genug auch dieses Jahr mitzuwetten - kostet ja nichts und man weiß ja nie. Aber auch ein Besuch beim festivaleigenen Creepy Comedy Club von Oliver Polak kann sich lohnen. Zwischen den Acts gab es letztes Jahr eine Kuppelshow, bei der Henning May, Sänger der Band AnnenMayKantereit, sein Herzblatt finden sollte. Und wer besonders trinkfest ist, schafft es vielleicht sogar gegen die Jungs von Kraftklub im Flunkyball anzutreten.

 

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Datum: 24. & 25.06.16

Ort: Stausee Rabenstein, Chemnitz

Zuschauerzahl: 15.000

Acts: Ein 'Geheimer Headliner', Casper, BOY, Alligatoah, Prinz Pi, Wanda, SSIO, Mule & Man (Bonaparte & Kid Simius), Frittenbude, Feine Sahne Fischfilet, Karate Andi, Schnipo Schranke, Olli Schulz, Turbostaat, Itchy Poopzkid, Von Wegen Lisbeth, LGoony, Die Nerven, Okta Logue, Kagoule, Drangsal, Dota, Faber, Parcels, Playfellow, The Peters, Giant Rooks, Audio88&Yassin, Trettman, MC Bomber, Waving The Guns, Juicy Gay, Estikay, Drunken Masters, Eskei83, Symbiz, Lake People, Seven Sol & Bender, Philipp Matalla, Oberwasser, Pandaro

Webiste + Tickets:

http://www.kosmonaut-festival.de/