Das lange Interview mit André Herrmann

„Ich glaube, es lag am Broccoli."

Das Stadtmagazin kreuzer titelte im Februar: „Leipzsch is nu Boomdown“. Untrennbar verbunden mit der Debatte um das kreative Leipzig ist der Begriff „Hypezig“. M19 hat mit dem Urheber, Blogger und Poetry-Slammer André Herrmann darüber gesprochen.
André Herrmann zu Gast bei Moderatorin Daniela Schmidt.

„Ja, ich hasse mich selbst dafür.“

Irgendwann 2012 fing André Herrmann an im Blog Hypezig – Bitte bleibt doch in Berlin! Zeitungsartikel zu sammeln, die die Schönheiten der Stadt Leipzig feiern. Damit wollte er eigentlich dem Hype um Leipzig entgegentreten, doch häufig wird dieser Slogan auch uminterpretiert und als positive Beschreibung verwendet. Deshalb meint Herrmann: „Jetzt hätte ich mir schon gewünscht, dass ich ihn mir hätte schützen lassen.“ Doch der Blog ruft auch Kritiker hervor, neulich bekam Herrmann sogar die erste Hass-Mail deswegen. Darin wurde er gefragt, was ihm denn in der Kindheit angetan worden sei. Die Antwort: „Ich glaube, es lag am Broccoli.“ Und damit es nicht noch schlimmer wird, haben wir ihm Gummischlümpfe angeboten.

"Ich denke immer noch, dass es peinlich ist, was ich vorlese."

Doch eigentlich hat sich André Herrmann nicht als Blogger, sondern als Poetry-Slammer einen Namen gemacht. Nach einer verlorenen Wette, an die er sich aber nicht mehr erinnern kann oder will, stellte er sich zum ersten Mal auf eine Bühne. Und gleich dieser erste Auftritt war von Erfolg gekrönt. Seitdem hat er mit Soloauftritten und zusammen mit seinem Slam-Partner Julius Fischer diverse Slams gewonnen. Das Team, welches er mit Fischer bildet, trägt den Namen „Team Totale Zerstörung“. Unter diesem Namen treten die beiden Künstler nicht nur auf, sondern veröffentlichten im letzten Jahr auch das Album „Wir sind dann man whack!“. Darauf wird natürlich auch die Stadt Leipzig besungen.

Wenn Sie wissen wollen, warum André Herrmann von einem Eichhörnchenkostüm träumt, was seine Oma vom Poetry-Slammen hält und wie ein perfekter Tag für André Herrmann aussieht, dann können Sie das lange Interview mit ihm hier nachhören.
 

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Andreas Funke
05.02.2014 - 18:31
  Kultur