Gespräche auf dem Roten Sofa

I will survive

Neunzehn Autoren aus Israel und Deutschland haben an dem Buch "Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen" mitgewirkt. Bei uns zu Gast ist Achimai Shalev, Herausgeber und Autor.
Achimai Shalevzu Gast auf dem Roten Sofa.
Achimai Shalevzu Gast auf dem Roten Sofa.

Der Titel ist inspiriert von einem 90-jährigen Holocaust-Überlebenden, der vor ein paar Jahren filmte, wie er mit seiner Familie nach Ausschwitz reiste, um dort vor den Toren zu "I will survive" zu tanzen. Die Message: Wir haben es geschafft, wir haben eine neue Generation hervorgebracht.

Achimai Shalevzu Gast auf dem Roten Sofa.

In dem Buch kommt viel zur Sprache, zum Beispiel die dritte Generation nach dem 2. Wetkrieg, unsere Generation. Diese jüngeren Menschen haben, Shalevs Meinung nach, eine ganz andere Sicht auf die Vergangenheit und die Zukunft. Sie haben andere Werte, die sie verfolgen und vermitteln. Zudem seien sie weltoffener.

So gab es zu seiner Kindheit eine Zeit, in der deutsche Produkte boykottiert wurden. Heute ist das nicht mehr so. Es kümmert niemanden, woher das Produkt kommt und ob es vielleicht eine deutschen Marke darauf steht.

Know it and learn it, not brainwashed by an institute.

Achimai Shalev

Es sei wichtig, sich selbstständig mit dem Thema Holocaust auseinanderzusetzen. Sich seine eigene Meinung zu bilden. Er selbst hat mit 30 Jahren begonnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Zuvor wollte er von Lehrern und anderen nichts hören, nichts lernen.
Seine Herangehensweise war weniger emotional, eher wissenschaftlich.

Was er uns noch erzählt hat, hören Sie im Interview.

Amichai Shalev zu Gast auf dem Roten Sofa im Gespräch mit Moderatorin Jessica Brautzsch.
 
 

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Amichai Shalev wurde 1973 in Holon, Israel geboren. Er studierte in Tel Aviv Geschichte und Literatur und Szenisches Schreiben an der Camera Obscura School of Art. Heute schreibt er, als Redakteur, Kolumnist und Schriftsteller. Zudem arbeitet er als Verlagslektor und unterrichtet selbst creativ writing.