Schulentwicklungsplan

Hypezig braucht mehr

Es scheint nicht zu enden mit dem Hype um Leipzig. Doch dieser bringt so einige Probleme mit sich: Mehr Menschen brauchen auch mehr Bildungseinrichtungen. Doch lassen sich mit einem Schulentwicklungsplan alle Probleme lösen?
Schule
Der Schulentwicklungsplan sieht den Bau von mehr Schulen vor

Zum Nachhören berichtet Nathalie Rippich über das Schulbauprogramm der Stadt Leipzig:

Ein Beitrag von Redakteurin Nathalie Rippich
Schule

 

Es boomt nach wie vor in Leipzig: Menschen strömen in die Bachstadt und die Geburtenraten steigen. In Ermangelung ausreichender Kapazitäten, entschied sich die Stadt dafür, ein neues Konzept für den Schulbau zu entwickeln. Vier neue Grundschulen, vier Oberschulen und zwei Gymnasien sollen in Leipzig neu gebaut werden. Zudem sollen alte Schulgebäude wieder genutzt und bestehende Schulen ausgebaut werden.

Finanzierung

Zu den bislang geplanten Mitteln von 125 Millionen Euro kommen nun 250 Millionen Euro dazu. Ute Köhler-Siegel, Vorsitzende des Unterausschusses Schulentwicklungsplanung erklärt, woher diese Summen kommen sollen:

Zum einen muss die Stadt alle möglichen Fördermittel beantragen, die sie beantragen kann. Und es wird im nächsten Doppelhaushalt dazu kommen müssen ,dass eine deutliche Umstrukturierung stattfindet.

Ute Köhler-Siegel, Vorsitzende des Unterausschusses Schulentwicklungsplanung

Oberbürgermeister Burkhard Jung sieht vor, dass vorgesehene Entschuldungskonzept für einige Jahre zu bremsen. Gemäß des Plans sollen jährlich Schulden in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro getilgt werden. Auf diese Weise könne die Stadt 2038 schuldenfrei werden. Ohne ein Zurücknehmen oder Aussetzen dieser Tilgung für einige Jahre ließe sich das Schulbauprogramm kaum tragen. Es könnten außerdem Kredite zu niedrigen Zinsen aufgenommen werden, um die Neubauten und Sanierungsarbeiten zu finanzieren.

Was kann der Freistaat tun?

Zwar ist der Schulausbau eine kommunale Aufgabe, doch plädiert Burkhard Jung besonders an den Freistaat Sachsen. Ohne finanzielle Unterstützung sei das Projekt nicht realisierbar. Dirk Reelfs, Pressesprecher des sächsischen Kultusministeriums erklärt hingegen, dass eine Unterstützung "in dieser Größenordnung" nicht möglich ist.

 

 

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Albrecht Buder
17.07.2015 - 18:04