Rezension

Hymne an die Coolness

Kaum ein Musiker ist so viel unterwegs wie Jack White. Derzeit ist das Multi-Talent mit der Southern-Rock Band 'The Dead Weather' am Start. Die haben im Oktober ihr drittes Album 'Dodge & Burn' veröffentlicht. Und das ist eine Hymne an die Coolness.
Was ist cooler als Lederjacken, bluesiges Gejaule und verzerrte Gitarren? Nichts, zumindest wenn man The Dead Wether fragt.

Wenn eine Band das Attribut "cool" verdient hat, dann ist es The Dead Weather. Lederjacken, Sonnenbrillen, eine Zigarette lässig im Mundwinkel – kein Rockerklischee wird bei der amerikanischen Supergroup ausgelassen. Nach fünf Jahren sind The Dead Weather endlich mit ihrem dritten Studioalbum "Dodge and Burn" am Start. Auf dem Albumcover verziehen die Mitglieder schon mal trotz des riesigen Brands im Hintergrund keine Miene.

The Dead Weather spielen ihren Song 'I Feel Love' bei Stephen Colbert

Fans ihrer bisherigen Musik dürften sich freuen, denn ihrem Stil, einer Mischung aus Blues und Rock, sind sie im Großen und Ganzen treu geblieben. Doch der Song "Impossible Winner" sticht deutlich heraus. Hier wurde die E-Gitarre kurzerhand gegen Streicher und Piano eingetauscht. Eine emotionale Ballade zum Abschluss des Albums? Überraschend, doch es funktioniert. In den 43 Minuten des Albums wird einem ein Gitarrenriff nach dem nächsten um die Ohren gefegt, während Jack White sich gekonnt am Schlagzeug austobt. Haut noch eine markante Bassline und Alison Mossharts heisere Stimme mit in den Topf, ruft Hallelujah und fragt euch, was man eigentlich mehr von einem Rockalbum will. Und nein, bei "Doge and Burn" ist es nicht vorgesehen, überhaupt Luft zu holen.

 

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Karo Kafka
05.11.2015 - 19:02
  Kultur

The Dead Weather: Dodge and Burn

Tracklist:

1. I Feel Love (Every Million Miles)
2. Buzzkill(er)
3. Let Me Through
4. Three Dollar Hat
5. Lose The Right
6. Rough Detective
7. Open Up
8. Be Still*
9. Mile Markers
10. Cop And Go
11. Too Bad*
12. Impossible Winner*

*Anspieltipps

Erscheinungsdatum: 25.09.2015
Rykodisc (Warner)

The Dead Weather im Web 2.0:

 

Was ist wohl Jack Whites bestes Bandprojekt? Wenn es nach den Kollegen von SCTimes geht, sind es auf jedenfall 'The Dead Weather'. Warum, das kann man hier nachlesen.