Ein Jahr (No)Legida

Hetze im Zentrum, Scherben im Süden

Am Jahrestag der fremdenfeindlichen Legida-Aufmärsche eskalierte die Gewalt, an den Mikrofonen und im Stadtteil Connewitz. Rechtsextreme Hooligans wussten das Polizeiaufgebot im Zentrum zu nutzen: Der linksalternative Süden liegt in Scherben.
Am Morgen nach den Ausschreitungen wurde das Ausmaß der Verwüstungen sichtbar.
Am Morgen nach den Ausschreitungen wurde das Ausmaß der Verwüstungen sichtbar.

Während sich Legida, Pegida und die rechtsextreme Band "Kategorie C" eine Bühne teilten, sammelten sich im Süden Leipzigs bis zu 250 rechtsextreme Hooligans. Ihr Ziel: Die Wolfgang-Heinze-Straße in Connewitz, die Kneipenmeile des linksalternativen Viertels. Die teils polizeibekannten Vermummten zogen randalierend durch den Kiez, zündeten Autos und Pyrotechnik an. 

Am Morgen nach der Eskalation wird das Ausmaß und die Willkür der Gewalt sichtbar: Die Heinze-Straße ist verwüstet, Schaufenster zerschlagen, Ladenbesitzer stehen ungläubig vor ihren notdürftig vernagelten Geschäften. mephisto 97.6-Redakteurin Birgit Raddatz und Moderator Andreas Funke mit Einzelheiten: 

Birgit Raddatz und Andreas Funke zu den Ausschreitungen in Connewitz.
 

Nach Angaben der Polizei sind die Randalierer eingekesselt und in Gewahrsam genommen worden. Von 211 Verdächtigen wurden die Personalien festgestellt, viele davon seien bereits einschlägig bekannt. Es wurden unter anderem Ermittlungen wegen schwerem Landfriedensbruch und wegen Verstößen gegen das Versammlungs-, Waffen-, Sprengstoff- und Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

 

 

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Auch auf Twitter berichten wir über die Eskalation in Connewitz und die Demonstrationen zum Jahrestag der Legida-Aufmärsche:

 

Die Demonstrationen im Zentrum verliefen ruhig, unsere Reporter waren auch hier vor Ort: