Landwirtschaft und Corona

Herausforderungen für die Landwirtschaft

Seit die Grenzen geschlossen sind, kann niemand mehr ohne Weiteres nach Deutschland einreisen. Für die landwirtschaftlichen Betriebe ist das schwierig: Die meisten Saisonarbeiter*innen kommen aus osteuropäischen Ländern wie Polen oder Rumänien.
Ein Jäteflieger auf einem Zwiebelfeld
Unkraut jäten in diesen Tagen

Wie gehen die landwirtschaftlichen Betriebe mit dieser Herausforderung um? Und was ändert sich noch durch Corona? Wir haben nachgefragt:

Unser Redakteur Anton spricht über die Initiative "Das Land hilft"
Unser Redakteur Anton spricht über die Initiative "Das Land hilft"

Fehlende Saisonkräfte

Beim Gang in den Supermarkt erwarten wir, dass Regale immer gut gefüllt sind, dass ausreichend frisches Obst und Gemüse vorhanden ist. Das zu erfüllen ist dieses Jahr allerdings schwieriger als sonst, weil die Saisonarbeiter*innen aus dem Ausland fehlen. Diese machen einen großen Anteil in der deutschen Landwirtschaft aus und leisten besonders in der Erntezeit einen wichtigen Beitrag. Die Landwirte und Landwirtinnen müssen daher umplanen und vermehrt auf Saisonkräfte aus Deutschland zurückgreifen. Unterstützung bekommen sie dabei von Initiativen wie der Internet-Plattform www.daslandhilft.de: Hier können die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Saisonjobs inserieren und direkt mit Leuten, die sich in der Landwirtschaft engagieren, in Kontakt treten.

Natürlich ist die Situation dadurch trotzdem nicht dieselbe wie sonst: Ungelernte Saisonkräfte können nicht einfach so die ausländischen Arbeiter*innen ersetzen, die schon jahrelang dabei sind und ihre Aufgaben gut kennen. Manche landwirtschaftliche Aufgaben sind schnell zu erlernen, doch bei anderen, wie Spargel stechen oder schwere Maschinen bedienen, wird der Erfahrungsunterschied der Arbeitskräfte doch sehr deutlich.

Neue Hygienevorschriften

Bei den neuen Hygienevorschriften haben die landwirtschaftlichen Betriebe das Glück, dass die meiste Arbeit unter freiem Himmel verrichtet wird, wo eine Ansteckungsgefahr deutlich geringer ist, als in geschlossenen Räumen. Auch fällt es bei vielen Tätigkeiten nicht allzu schwer, Abstände einzuhalten. Trotzdem ist die Situation neu und lebt vom besonderen Engagement aller Beteiligten.

Arbeitskräfte gesucht

Auch aktuell werden immer noch dringend Arbeitskräfte in der Landwirtschaft benötigt. Wer Zeit und Lust hat, sich zu engagieren, kann unter www.daslandhilft.de die Inserate der landwirtschaftlichen Betriebe aus ganz Deutschland finden.

 

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Anton Kästner
15.05.2020 - 17:14