Handball

HC Leipzig bekommt Bundesliga-Lizenz

Der sechsmalige deutsche Frauen-Handballmeister HC Leipzig darf nun doch an der kommenden Bundesligasaison 2017/18 teilnehmen. Bevor die Lizenz erteilt wird, müssen allerdings innerhalb der nächsten Woche eine Reihe von Bedingungen erfüllt werden.
HC Leipzig Pokalsieger 2014
Der HC Leipzig darf wohl auch in der kommenden Saison mitspielen.

Letzte Chance für den HC Leipzig

In Frankfurt am Main fand heute das Schiedsgerichtsverfahren zwischen dem Frauen-Handball Club Leipzig (HCL) und der Handball Bundesliga Frauen (HBF) statt. Unter Abschluss der Öffentlichkeit entschied ein unabhängiges Schiedsgericht unter der vorsitzenden Richterin Sylvia Schenk, dass der HBF dem HCL die Lizenz für die nächste Bundesligasaison erteilen muss. Diese ist allerdings verbunden mit verschiedenen Bedingungen, die bis zum 14. Juli erfüllt werden müssen. 

Bedingungen

Der HCL muss sein Eigenkapital um 600.000 Euro erhöhen, teilte der HBF mit. Zudem müssen alle bis Juni 2017 ausstehenden Gehälter überwiesen werden. Die Lizenz wird erteilt, wenn der Nachweis darüber fristgerecht gegenüber dem Schiedsgericht erfolgt. Die Finanzierung soll auf der Basis eines vorhandenen Sanierungsplans geschehen.

Vorgeschichte

Der Sanierungsplan enstand im Mai 2017 aufgrund der hohen Verschuldung des HCL von circa 1,3 Millionen Euro. Der HBF hatte dem HCL innerhalb des Sanierungskonzepts verschiedene Auflagen erteilt. Diese konnte der HCL trotz 200.000 Euro Unterstützung vom Stadtrat nicht erfüllen: Das Konzept scheiterte. Daraufhin entschied die Handballbundesliga, dem HCL keine Lizenz für die kommende Saison zu erteilen. Damit wäre der HCL von der ersten in die dritte Liga abgestiegen. Der Verein hatte daraufhin bei der HBF eine Beschwerde eingereicht, diese wurde abgelehnt. Deshalb wandte der Verein sich Mitte Juni ans Schiedsgericht.

Rechtswidrige Auflagen

Bei der Verhandlung wurden nun diese Auflagen offiziell für rechtswidrig erklärt. Der alte Sanierungsplan kann doch verwendet werden. Er besteht aus zahlreichen Gläubigerverzichten, dem genannten Zuschuss der Stadt und dem Geld privater Investoren. Auf einem Unterstützerkonto hat der HCL zusätzlich Geld gesammelt.

Große Erleichterung

Der HCL zeigt sich nach der Entscheidung erleichtert. Teammanager Thomas Klein ist zuversichtlich, dass die Bedingungen erfüllt werden können:

Wir hätten diesen Schritt heutigen vor das Schiedsgericht nicht gemacht, wenn wir gewusst hätten, für den HC Leipzig gibt es keine Zukunft!

 

Dank der Gerichtsentscheidung kann nun die konkrete Planung für die kommende Saison beginnen, wie Teammanager Thomas Klein berichtet. Ein Treffen mit dem Cheftrainer sei geplant, um über die Details zu sprechen. 

mephisto97.6 Redakteurin Marisa Becker spricht mit Moderatorin Helena Schmidt über die Entscheidung des Schiedsgerichts: 

EIn Beitrag von Marisa Becker über den HC Leipzig und die Enstcheidung des Schiedsgerichts
 
 
 

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Amelie Berboth
07.07.2017 - 19:42
  Sport