Interview

Hauptsache Vielseitig

Steve Hackett gilt als versierter Musiker mit großer stilistischer Bandbreite. Der ehemalige Genesis-Gitarrist kann auf 40 Jahre Solokarriere zurückblicken, in der er von Rock über Klassik bis World Music mit vielen Genre experimentiert hat.
mephisto 97.6-Redakteur Carsten Richter ist zwar größer als Steve Hackett, dafür ist der aber auch der bessere Gitarrist.

Im Jahr 1971 stieg Steve Hackett bei der bis dato noch relativ unbekannten Band Genesis ein. Dem damals 20-jährigen sagte der innovative Stil der Band zu – eine Mischung aus Folk, Rock und Pop mit Klassik-Einflüssen. In den nachfolgenden Jahren mauserte sich Genesis zu einer der bekanntesten Bands das „klassischen“ Progressive Rocks. Alben wie Foxtrot (1972), Selling England By The Pound (1973) oder das Konzeptwerk The Lamb Lies Down On Broadway (1974) gelten als Klassiker dieses Genres.

Den Wurzeln treu bleiben

Nachdem Sänger Peter Gabriel 1975 ausstieg und Phil Collins vom Schlagzeug ans Mikrofon wechselte, nahm Hackett noch zwei weitere Alben mit der Band auf, verkündete jedoch 1977 seinen Abschied. Hauptgrund war die Frustration darüber, dass die Band seinen musikalischen Ideen zu wenig Beachtung schenkte. Genesis entwickelte sich in den Folgejahren zu einer erfolgreichen Mainstream-Pop-Band, die kaum Gemeinsamkeiten mit ihrem ursprünglichen Stil hatte. Hackett dagegen behielt seinen experimentierfreudigen Ansatz bei.
 

Noch zu Genesis-Zeiten veröffentlichte er sein erstes Solo-Album Voyage of the Acolyte (1975), dem weitere Prog-Alben folgten. In den 80ern liebäugelte Hackett wie damals viele seiner Zeitgenossen mit Drumcomputern und poppigen Melodien, nahm mit Bay of Kings (1983) und Momentum (1985) aber auch klassische Gitarren-Alben auf. Hackett weiß sowohl an der E-Gitarre als auch als Klassik-Gitarrist zu überzeugen. In den letzten Jahren veröffentlichte Hackett regelmäßig Prog- und Klassik-Alben, aber auch Neueinspielungen alter Genesis Songs. Darüber hinaus arbeitete er regelmäßig mit anderen Musikern, wie etwa mit Steven Wilson oder dem kürzlich verstorbenen Yes-Bassisten Chris Squire. Im Interview mit Carsten Richter redet er unter anderem über sein aktuelles Album Wolflight, seine Meinung zu Konzeptalben und seine Anfänge als Gitarrist.

 

Interview mit Steve Hackett - Carsten Richter
 

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Carsten Richter
24.09.2015 - 19:13
  Kultur