Godspots

Hallo Gott? Hier Erde!

Hotspots kennt ja mittlerweile jeder, aber Godspots? Berliner und Brandenburger Kirchen machen es vor: In 220 Kirchen sollen dort drahtlose Internetverbindungen eingerichtet werden. Ist das dann eigentlich der langerhoffte Draht zu Gott?
Bachorgel, Thomaskirche
Bachorgel in der Thomaskirche

Hinter der Idee des christlichen WLANS steckt Fabian Krätzschmer, IT-Leiter im Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin Brandenburg. Er will die Kirchengemeinde modernisieren, glaubt aber gleichzeitig, dass die Menschen heute nicht weniger spirituell als früher sind. Die Internetverbindnung dient dabei nicht nur den Besuchern der Kirche. Sie könnte auch für interaktive Kirchenführungen genutzt werden. Das Angebot ist kostenfrei und wird genauso simpel zu nutzen sein wie die bekannten Hotspots an Bushaltestellen oder in Cafés. 

Sachsen beobachtet noch 

Auch die Leipziger Kirchengemeinde steht der Idee nicht ganz uninteressiert gegenüber. Momentan beobachte man die Situation noch, um auszuloten wo die digitale Welt anfängt und aufhört. Kirchen sind traditionell eher ein Ort der ruhigen Einkehr. Ob die fortschreitende Digitalisierung damit zu vereinbaren ist, wird sich zeigen. 

Die Kirche muss mit der Zeit gehen, immer. Aber in diesem Fall geht es um ein Angebot, ein technisches Angebot, das primär keine Mission darstellt, sondern ein Service.

Matthias Oelke, Landeskirche Sachsen

Redakteurin Cornelia Häfele berichtet über drahtlose Internetverbindungen in den Kirchen: 

Redakteurin Cornelia Häfele über die Internetverbindung in rund 220 Kirchen
 

 

 

 

 

 

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Tabea Brandt
24.05.2016 - 13:31