Arbeitsmarkt

Gute Vorsätze und große Ziele

Seit November freuen sich die Politiker, dass die Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland nur noch einstellig ist. In Westdeutschland suchen nur noch 5,6 Prozent nach Arbeit und in den neuen Bundesländern gibt es nur noch 9 Prozent Erwerbslosigkeit.
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Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt

Und die frohe Botschaft kommt zum Schluss, für 2015 werden mehr Arbeitsstellen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt erwartet. Das reicht aber noch nicht. In Thüringen plant Kay Senius, Regionaldirektor der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen, den einstelligen Wert zu verfestigen und die Arbeitslosigkeit in den so genannten guten Monaten auf einen 6-Prozent-Wert zu senken. In Sachsen sollen 1,5 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte eingestellt werden. Das wäre ein neuer Rekord. Leipzig toppt diesen Wert noch mit 2,5 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass Leipzig gewachsen ist und sich viele neue Firmen angesiedelt haben.

Krisen sollen den positiven Trend stoppen

Mit Einsetzen des Mindestlohnes am 1. Januar rechnen aber viele mit einem Abbruch des positiven Trends. In Ostdeutschland können sich viele Unternehmen den Mindestlohn nicht leisten — das soll Arbeitsplatzabbau zur Folge haben. Nach Kay Senius soll dies aber viel Lärm um nichts sein, da die Branchen genug Zeit hatten, um sich auf die Einführung vorzubereiten. Durch das Abschließen von Tarifverträgen kann die tatsächliche Umsetzung des Mindestlohns gut und gerne um zwei Jahre nach hinten geschoben werden.

Ebenfalls zu beachten sind die politischen Krisenherde um Deutschland. Die Ukraine-Krise hat bis jetzt noch keinen Einfluss genommen und das soll auch weiterhin so bleiben.

 

mephist 97.6-Redakteurin Ulrike Biella über den Arbeitsmarkt in Mitteldeutschland
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