Stadtentwicklung

Grünau soll schöner werden

Grünau, die größte Plattenbausiedlung Leipzigs, ist nicht gerade das beliebteste Viertel der Stadt. Doch das soll sich jetzt ändern. Die Initiative „Wir für Grünau“ möchte das angeschlagene Bild des Stadtteils aufpolieren.
Plattenbauten gibt es viele in Leipzig.

Plattenbauten über Plattenbauten, verlassene Wohnungen, leere Fenster – das ist Grünau. Nicht besonders attraktiv zum Leben und bei den Leipzigern auch nicht sehr beliebt. Doch das soll sich jetzt – nach vielen Jahren der Abwanderung – ändern. Der Stadtteil soll schöner werden, die Wohnzufriedenheit wieder steigen. Das hat sich die Initiative „Wir für Grünau“, bestehend aus der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Baugenossenschaft Leipzig (BGL) und der Wohnungsgenossenschaft Transport (WOGETRA), zum Ziel gesetzt. 

Großprojekt Offenburger Straße

Heute hat die Initiative ihre Pläne für Grünau vorgestellt. Verschiedene Projekte sind geplant. Das Größte ist wohl die Sanierung des Wohnblocks in der Offenburger Straße. Dieser soll ab Frühjahr 2016 in neuem Glanz erstrahlen. Die WOGETRA hat den elfgeschossigen Gebäudekomplex gekauft und wird ihn nun zu einer seniorengerechten Wohnanlage umbauen. 186 altersgerechte und „brandneue“ Wohnungen sollen entstehen, im Erdgeschoss zudem ein Begegnungszentrum sowie eine Tages- und Nachtpflege für bedürftige Bewohner. 16 Millionen Euro wird das Projekt voraussichtlich kosten – eine Menge Geld. Aber Diana Rönsch, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Leipzig-Stadt e.V., findet die Investition dennoch sinnvoll: 

"Wir haben hier die Straßenbahn, wir haben auch die S-Bahn nicht weit von hier entfernt. Und wir haben hier die Einkaufsmöglichkeiten […] Es ist eigentlich ein sehr zentraler Punkt und die Bewohner, die hier sind, die müssen nicht in die Stadt fahren, um irgendwo hinzugehen, sondern könnten es alles fußläufig erreichen. Und für den Fall, dass sie nicht in der Lage sind das fußläufig zu erreichen, dann stehen wir da und werden dort helfend unterstützen“

Noch ist Bauvorhaben allerdings nicht endgültig genehmigt. Tobias Luft, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Transport e.G., ist jedoch zuversichtlich:

"Wir gehen davon aus, dass wir den Projekttermin 2016, den Fertigstellungstermin, halten. Wir wissen aber nicht, in welchen Bereichen das Bauordnungsamt noch Veränderungen an den Einrichtungen beziehungsweise an der Gebäudestruktur haben möchte."

Sollte das Projekt Erfolg haben, sind auch weitere Sanierungen geplant. Einziger Wermutstropfen: Die aktuellen Mieter der Offenburger Straße müssen im Zuge der Sanierung ihre Wohnungen räumen. 

Ein Beitrag über das Vorhaben der Initiative "Wir für Grünau" von Nathalie Rippich.
 
 

Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren, komme gerade aus dem Komm-Haus im WK 8, Weihnachtskranz basteln. Da habe ich erfahren, dass das Komm-Haus Ende des Jahres schließen muss. Wieso, wenn Grünau schöner und attraktiver werden soll. Da gehören doch solche Einrichtungen auch dazu. Wo man sich trifft zum Tanz, Basteln, Sport, Familienfeiern uvm, Ausserdem werden von der Einrichtung mehrere Events im Jahr geplant und durchgeführt. Das fällt dann alles weg. Interessiert das denn niemanden? Sollen wir denn alle nur noch vor dem Fernseher hocken und die Kauftempel besuchen?

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