CD der Woche

Goldernte im Sommer 2014?

„Harvest of Gold“ heißt das Debüt-Album der australischen Helen Croome alias Gossling. Wie sie normalerweise ihr Gold sammelt, und ob sie tatsächlich Preise ernten wird: Hier gibt es Einzelheiten.
Bubble Balsam mit Elektro-Folk gibt es von: Helen Croome aka Gossling
Bubble Balsam mit Elektro-Folk gibt es von: Helen Croome aka Gossling

Nun gut, sie wird nicht mit Gold um sich schmeißen können, aber Helen Croome wird inzwischen sicherlich etwas mehr im Portemonnaie haben. Mit der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums „Harvest of Gold“ (zu Deutsch in etwa: Goldernte) legt uns die 30-Jährige mit dem Künstlernamen Gossling ein ziemlich ordentliches Prachtexemplar von Elektro-Folk auf den Tisch. Vor allem die gleichnamige erste Singleauskopplung überzeugt durch folkdurchtränkte Elektro-Sounds mit dem unverwechselbaren Gesang Gossling’s.

Von Menschenergründung zu Musikbegründung

Ihr Psychologie und Soziologie Studium brach Helen Croome ab, um Musik-Komposition zu studieren. Da wundert es auch nicht, dass sie für die Produktion ihres ersten Albums hochkarätigen Sound und strahlende Klangfarben wollte. Dazu zog sie den Produzenten John Castle heran (Washington, Vance Joy und The Bamboos). Für Helen war klar, dass John Castle ihr Mann für „Harvest of Gold“ sein muss, denn bereits für die Mitarbeit zweier Songs von einer ihrer EP’s habe die Chemie gestimmt und das Arbeiten würde sehr schnell vonstatten gehen. Doch für das Album sollte, wie erwähnt, einfach noch „mehr“ dazu:

„Ich liebe so große, epische Songs, die dieses Kino-Feeling versprühen. Das ist das Größte für mich. Auf so etwas stehe ich einfach und deshalb musste mein Album natürlich auch so satt und überdimensional klingen.“

Zwischen Folk und Elektro

Auf „Harvest of Gold“ sticht nicht nur der außergewöhnliche Gesang von Croome heraus, auch die Elektro-Sounds dominieren viele Songs mit Farfisa-Orgel und JUNO-Synthesizer wie zum Beispiel bei „Never Expire“ zu hören ist. Croome kommt ursprünglich aus der Folk-Ecke, lässt sich aber auch für elektronische Themen begeistern. Auf ihren Vorgänger-EPs klang das noch ganz anders.

Um Gossling wird sich dieses Jahr bestimmt noch einiges tun. In Australien ist sie bereits ein Star, doch auch Deutschland ist bereit für die Goldernte. Mit Songs wie „That Feeling“ kann man problemlos seinen Sommer-Soundtrack zusammenstellen. „Harvest of Gold“ hält auf jeden Fall für jeden Hörer einen Track bereit, um beim Roadtrip im Auto das Fenster herunter zu kurbeln und laut mit zu singen.

Moderatorin Jessica Brautzsch im Gespräch mit Tabea Buckard zu "Harvest of Gold" von Gossling
SG CDdW zu Harvest of Gold von Gossling
 

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Gossling: Harvest of Gold

Tracklist:

01. Big Love
02. Harvest of Gold*
03. Never Expire
04. Songs of Summer (feat. Alexander Burnett)
05. Vanish
06. Challenge*
07. Accolade
08. That Feeling*
09. Pulse
10. A Lover's Splat

*Anspieltipps

Erscheinungsdatum: 25.07.2014
Universal/Polydor

Veröffentlichungen von Gossling:

EPs:

  • "If You Can't Whistle" (2009)
  • "Until Then" (November 2010)
  • "Intentional Living" (April 2012)

Album:

  • "Harvest of Gold" (Juli 2014)