Senioren in der Uni

Generationenkonflikt im Hörsaal?

Immer häufiger sieht man auch Senioren auf dem Campus, aber warum gehen sie eigentlich zurück an die Uni?
Die Zahl der Senioren an den Universitäten steigt.

Vom 26. bis zum 28. Februar tagt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WIWA) an der Universität in Leipzig. Hier saßen im Wintersemester 2013/14 knapp 630 ältere Gasthörer mit in den Vorlesungen. Und es werden stetig mehr Senioren, die es zurück an die Uni zieht. Besonders interessieren die älteren Studenten die Geisteswissenschaften, wie Geschichte, Philosophie, oder Theologie.

Mögliche Motive

Als Gasthörer wollen sie in den belegten Vorlesungen keine Prüfungen abschließen oder ein Zertifikat erhalten. 97 Prozent sind hier, um einfach nur ihr Wissen auf einem bestimmten Gebiet zu bereichern. Dies gelingt ihnen dabei durch ihre Lebenserfahrung auf eine ganz andere Art und Weise, als es den Studierenden sonst möglich wäre.

Wunsch nach Austausch

Laut einer Umfrage der Universität Leipzig betrachten viele Studierende die Senioren keineswegs als Hindernis. Dabei stehen sie in einem mehr- oder weniger guten Verhältnis zueinander. Die Senioren wünschen sich jedoch eine bessere Austauschmöglichkeit mit anderen Studierenden, da der Hörsaal dafür nicht den geeigneten Raum für die Kommunikation untereinander bietet. 

Durch den stetigen Anstieg der Gasthörer-Zahlen wird sich dieses Problem aber bestimmt bald erübrigen, dafür sorgt jedenfalls die BAG WIWA, die an neuen Konzepten zur Integration arbeitet.

Senioren an der Universität. Gespräch von Moderator Felix Gebhardt mit Reporterin Lisa Peter
senioren uni
 

Kommentieren

Lisa Peter
27.02.2014 - 19:10