Stadtrat

Geht das auch schneller auf der Karli?

Der Winter war mild, die Anlieferzonen könnten auch als Parkplatz genutzt werden und so weiträumig muss der Bauabschnitt auch nicht sein. Die Leipziger CDU äußert im Stadtrat viel Kritik am Karli-Umbau. Ginge es auf der Südmeile wirklich schneller?
Bauarbeiten auf der Karl-Liebknecht-Straße.

Einen schnelleren Umbau der Karli - das wünscht sich die Leipziger CDU. Aus diesem Grund stellte sie gestern im Stadtrat die Frage, ob die Bauarbeiten an der Straße in den milden Wintermonaten optimiert wurden. Das warme Wetter hätte einen Anzug im Tempo der Baumaßnahmen erlaubt, sei aber von Seiten der Stadt versäumt worden. Laut den Christdemokraten sei es verständlich, dass eine Absprache mit den einzelnen Baufirmen getroffen werden müsse, dies sei aber von vornherein nicht versucht worden.

Das Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig sieht im eigenen Verhalten allerdings keine Versäumnisse. Der Winter sei zwar mild gewesen, aber dies sei nur im Rückblick festzustellen. Man hätte immer noch mit einem späten Kälteeinbruch rechnen müssen. Außerdem gehe es nicht allein um die Abstimmung mit den Baufirmen, sondern auch um die Abstimmung unter den drei Bauherren: den kommunalen Wasserwerken, der LVB und der Stadt Leipzig. Den Bau zu beschleunigen hätte einen großen logistischen Aufwand verursacht und der Winter wäre laut Christoph Bock vom Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig vorbei gewesen, bevor der Plan hätte geändert werden können.

Doch die CDU wünsche sich auch eine generelle Optimierung des Bauunternehmens. Sie bemängelt, dass ein geplanter und zugesagter Interims-Parkplatz bis heute nicht eingerichtet wurde. Außerdem wünsche sie sich, dass als Anlieferungszonen ausgewiesene Teile der Straße auch für Kunden der Geschäfte freigegeben werden. Denn dass den Kunden der Weg zu den Geschäften erschwert wird, würden die Gewerbetreibenden sehr deutlich in ihren Umsätzen spüren. Bis zu 70% sei dieser in den Anfangsphasen bei einigen Geschäften zurückgegangen, so die CDU. Mittlerweile habe sich dies zwar eingependelt, doch die CDU rechne auch in Zukunft mit Einbrüchen, so Sabine Haymann von der Leipziger CDU. Um den Weg zu den Geschäften zu erleichtern, wünsche sich die Partei außerdem, dass die Bauabsperrungen weniger weiträumig aufgestellt sind.

Christoph Bock steht beiden Vorschlägen kritisch gegenüber. Wichtig für die Cafés und Geschäfte auf der Karli sei die Planungssicherheit: Wann kann der Gastronom seinen Freisitz betreiben und wo sind die Anlieferzonen für sein Geschäft? Mit ständigen und willkürlichen Änderungen müssen sich die ansässigen Geschäfte immer wieder aufs Neue auf die Situation einstellen.

Ob auf die Anfrage der CDU dann auch ein Antrag folgen wird, hängt davon ab, ob eine Neuorganisierung mit den vielen Beteiligten überhaupt zu bewerkstelligen ist.

 

Ein Beitrag von Paula Drope über den Umbau auf der Karli.
Karli

 

 

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Paula Drope
17.04.2014 - 11:02