Gedenken an die Opfer des Holocaust

Gegen das Vergessen

Vor 75 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch die rote Armee der Sowjetunion befreit. Der 27. Januar ist der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - Ein Tag um innezuhalten und zu erinnern.
Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Historiker gehen heute davon aus, dass in dem größten der etwa 2.000 Konzentrations- und Arbeitslager der Nazis mindestens 1,1 Millionen Menschen aus mehr als 30 Nationen zumeist mit Giftgas ermordet wurden. Das Erinnern und stete Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist wichtig - damit der Schrecken aus der Zeit nicht in Vergessenheit gerät. Wir versuchen einen Beitrag dazu zu leisten und greifen den heutigen Gedenktag in einer Themensendung auf.

 Euthanasie-Verbrechen in Leipzig

Wenn man die verschiedenen Opfergruppen des Nationalsozialistischen Regimes betrachtet fällt auf: Eine Opfergruppe gerät in der Aufarbeitung oft in Vergessenheit. Über 200.000 psychisch kranke und behinderte Menschen kamen durch das Tötungs-Programm der Nationalsozialisten ums Leben. Der Psychatriekoordinator der Stadt Leipzig Thomas Seyde erklärt uns: Auch in Leipzig wurden "Euthanasie-Verbrechen" begangen.

Moritz Maria Lüneborg im Gespräch mit Psychatriekoordinator Thomas Seyde
Die Euthanasie-Verbrechen der Nationalsozialisten

Die Leipziger jüdische Gemeinde im Wandel der Zeit

Heute wirft auch die jüdische Gemeinde hier in Leipzig einen Blick in die Vergangenheit und trauert. Zeit auf diese und ihre Geschichte in Leipzig zu blicken. Wie ist die jüdische Gemeinde in Leipzig entstanden? Wie hat sie sich entwickelt und den Nationalsozialismus erlebt? Dr. Marco Helbig ist Historiker und wissenschaftlicher Leiter für Geschichte im jüdischen Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus. Er blickt im Interview auf eine bewegte Geschichte des jüdischen Lebens hier in Leipzig zurück.

Hannes Berger im Gespräch mit dem Historiker und wissenschaftlichen Leiter des Ariowitzsch-Haus Dr. Marco Helbig
Die Leipziger jüdische Gemeinde im Wandel der Zeit

Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit

Im Nationalsozialismus wurden Schwule verfolgt und ermordet. Der Leipziger Walter Schwarze war im KZ Sachsenhausen gefangen, aber überlebte. Hier ein kleiner Rückblick zu seinem Leben.

Moritz Maria Lünenborg blickt auf das Leben von Walter Schwarze zurück. Einem Leipziger Friseur der wegen seiner Homosexualität verfolgt wurde.
Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit

Eine Kultur des Erinnerns

Die Erinnerungskultur an den Holocaust befindet sich im Umbruch. Immer weniger Überlebende können von den NS-Verbrechen berichten. Heute ist das kollektive Gedächtnis vor allem durch Bilder geprägt. Die gedächtnisbildende Macht von Bildern steht außer Frage: Jedoch wissen wir kaum über ihre soziale Wirkung. Die Kernfrage der Studie von Sebastian Schönemann ist: Wie erinnern wir uns an den Holocaust über Bilder? Redakteurin Alexia Echerbault hat seinen Vortrag besucht und danach mit ihm gesprochen.

Alexia Echerbault im Studiogespräch über den Vortrag "Symbolbilder des Holocaust" und die Wirkung von Symbolbildern
Errinerungskultur an den Holocaust

Der aktive Widerstand

In der Zeit des Nationalsozialismus hat der große Teil der deutschen Bevölkerung vor den zahlreichen begangenen Verbrechen die Augen verschlossen. Es gab aber auch Menschen, die dem Regime mutig die Stirn geboten haben - und sich damit allergrößter Gefahr aussetzen. Ein Mann der während des Nationalsozialismus vor allem militärischen Widerstand geleistet hat, ist Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff. Wir blicken auf sein Leben zurück und sein mutiges Handeln gegen ein menschenverachtendes System.

Jana Herrmann in einem Kalenderblatt über den aktiven Widerstandskämpfer von Gersdorff, der bereit war sein eigenes Leben zu opfern - um andere zu retten
Militärischer Widerstand während der NS-Zeit

 

 

 

 

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