Ausgrabungen in Schkeuditz

Gefunden: Überbleibsel aus der Steinzeit

Archäologen haben Ausgrabungen in Schkeuditz durchgeführt und dabei einige interessante Funde aus der Steinzeit gemacht.
Ausgrabungen in Leipzig

Ausgrabungen statt Bauarbeiten

Untersucht wurde eine ca. 10 Hektar große Fläche in der Nähe des Flughafens Leipizg/Halle. Dort soll in Zukunft das Gewerbegebiet "Nördlicher Bierweg" entstehen. Bevor dieses Projekt realisiert werden kann, führt das Landesamt für Archäologie Ausgrabungen durch. Dabei wurden schon einige interessante Funde gemacht. Der neueste Fund ist eine Ofengrube, außerdem wurden ein ca. 6000 Jahre altes Grubenhaus und komplette Grundrisse von Pfostenhäusern entdeckt, sowie zwei Brunnenschächte aus der Steinzeit. Eigentlich hatte man angenommen, dass das Gebiet früher unbewohnt war, deshalb ist der Fund von so großer Bedeutung. 

Viehzucht und Ackerbau

Laut Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie haben die Siedler damals wohl den Wald weiträumig abgeholzt. Das Holz wurde dann für die Befeuerung von Salinen verwendet. Außerdem wurde von den Menschen wohl Viehzucht im großen Stil betrieben. Das gewonnene Fleisch könnte dann mit dem Salz eingepökelt worden sein und zum Handeln verwendet worden sein. Dies könnte zudem den großen Reichtum erklären, den man in einigen Gebieten an der Saale beobachtet hat. Die Aktivitäten von damals hatten allerdings auch einige negative Auswirkungen auf das Areal:

Durch die exzessive Rodung der Wälder und die stark betriebene Viehzucht wurde die Vegetation mehr oder weniger vollständig vernichtet.

Thomas Westphalen

Julia Maasch war vor Ort und hat mit Thomas Westphalen über die Entdeckungen gesprochen:

Ein Beitrag von Julia Maas zu den Ausgrabungen in Schkeuditz.
 
 

Kommentieren