Patenprogramm "Ankommen in Leipzig"

"Für ein wertschätzendes Miteinander."

Wenn Asylbewerber nach Leipzig kommen, kennen sie meist niemanden, sprechen kein Deutsch und müssen sich durch den Bürokratiedschungel kämpfen – um sie bei diesen vielen Aufgaben zu unterstützen, gibt es nun das Patenprogramm "Ankommen in Leipzig".
Sonja Brogiato vom Flüchtlingsrat Leipzig, Sozialbürgermeister Thomas Fabian und Martina Kador-Probst, Leiterin des Sozialamtes

Anträge ausfüllen und Ämtergänge sind für viele ein notwendiges Übel. Für Menschen, die die deutsche Sprache nicht sprechen, kann das teilweise sogar zur kaum überbrückbaren Hürde werden. Doch nicht nur das ist für Asylbewerber ein Problem. Die Flucht aus der Heimat in ein Land, in dem sie keine sozialen Kontakte haben, ist für die Asylbewerber zudem eine schwere Belastung. 

Einkaufen, Wohnung suchen, Deutsch lernen 

Um die Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen, gibt es nun ein neues Patenprogramm des Flüchtlingsrat e.V.s und der Stadt Leipzig. "Ankommen in Leipzig. Paten für Flüchtlinge" bringt Bürger und Bürgerinnen der Stadt mit Asylbewerbern zusammen. Das Programm hat das Ziel, das Ehrenamtliche helfen – in welcher Art und Weise auch immer. 

Ob Hilfe beim Einkauf, beim Lernen der Sprache oder bei der Suche nach einer Wohnung – jeder Volljährige kann als Ehrenamtlicher das Programm unterstützen. Vor Beginn erhält der Pate eine Schulung. Während der Patenschaft gibt es regelmäßige Austausch- und Fortbildungsmöglichkeiten. 

Hilfe zur Selbsthilfe 

Das ist das Motto des Programms – der Asylbewerber soll weitestgehend selbstständig handeln. Wie genau und wie lang die Patenschaft geht, hängt vom Einzelfall ab und wird von beiden Partnern gemeinsam festgelegt. Laut Sonja Brogiato vom Flüchtlingsrat Leipzig e.V. geht es nicht nur darum, ein friedliches Nebeneinander, sondern ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen.  

 

Stefanie Otto im Gespräch mit Moderatorin Constanze Müller zu dem neuen Patenprogramm "Ankommen in Leipzig".
 

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