Nationalfeiertag der Republik Moldau

Feiern mit einer Prise Pathos

Vor 25 Jahren gab es nicht nur in der DDR Demonstrationen gegen das politische Regime. Auch in der Sowjetrepublik Moldawien setzte sich die Bevölkerung zur Wehr. Die heutige Republik Moldau ehrt diese Zeit mit gleich zwei Feiertagen.
Blau-Gelb-Rotes Fahnenmeer in Chişinău

Überall in Chişinău, der Hauptstadt der Republik Moldau, wehen in diesen Tagen blau-gelb-rote Flaggen mit dem Adlerwappen. Es ist die Zeit der Nationalfeiertage. Noch unter sowjetischer Herrschaft wurde die Amtssprache wieder Rumänisch und ab diesem Tag statt in kyrillischen wieder in lateinischen Buchstaben geschrieben. Daran erinnert „Limba Noastră cea Română“, der Tag zu Ehren der rumänischen Sprache. Zwei Jahre später erlangte Moldawien die Unabhängigkeit von der Sowjetunion und nannte sich Republik Moldau. 

Was genau bedeutet der Unabhängigkeitstag für die Republik Moldau?
Rede des Präsidenten Nicolae Timofti

Schon Tage vorher wird die Bühne auf dem zentralen Platz in Chişinău aufgebaut. Die offiziellen Akte wie Reden oder Kranzniederlegungen geraten eher in den Hintergrund. An beiden Tagen findet ein Volksfest statt: Ponyreiten, Zuckerwatte und Schminken für die Kinder. Konzerte, Kunstgewerbemarkt und Feuerwerk für die ganze Familie. Anstelle einer großen Militärparade präsentieren sich Folkloregruppen aus allen Teilen des Landes. Bestickte Blusen, traditionelle Tänze – und sogar die ranghöchsten Politiker sind bei der Hora, dem allseits beliebten Kreistanz mit dabei. Ende November stehen allerdings auch Wahlen an.

Mephisto 97,6-Reporterin Uta Steinwehr war bei den Feierlichkeiten in Chişinău dabei. Sie nimmt zurzeit an einer Sommerschule in der Republik Moldau teil.
Moldau

 

 

 

Kommentieren

Uta Steinwehr
03.09.2014 - 12:28