Wahlticker

Europawahl live

Endspurt bei der Europawahl: Nach vier Tagen Wahl in 28 Ländern werden die Karten im Europäischen Parlament neu gemischt. Wer sichert sich die Mehrheit? Wie werden die zuletzt erstarkten extremen Parteien abschneiden? Welche Überraschungen gibt es?
Schild für Wahllokal
Heute wird gewählt.

09:00 Uhr

In Deutschland waren rund 61 Millionen Bürger aufgerufen, ihre Stimmen für das Europäische Parlament abzugeben. Etwa 48,0 Prozent aller Wahlberechtigten beteiligten sich an der Europawahl – immerhin 4,7 Prozent mehr als bei der vorherigen Wahl im Jahr 2009. Inzwischen sind alle Stimmen ausgezählt und somit ist das vorläufige amtliche Ergebnis da:

Das endgültige Wahlergebnis aus Deutschland.

Die Union hat die Europawahl trotz Verlusten mit insgesamt 35,3 Prozent (2009: 37,9 Prozent) gewonnen. Die SPD kam auf 27,3 Prozent (2009: 20,8 Prozent), die AfD gab ihr Debüt mit 7,0 Prozent und die Grünen liegen bei 10,7 Prozent. Die Linke erreichte in Deutschland 7,4 Prozent, während die FDP auf 3,4 Prozent abrutschte. 2009 bekam sie noch 11,0 Prozent aller Stimmen. Auch kleinere Parteien, wie die Piraten und die Freien Wähler, schafften es mit 1,4 bzw. 1,5 Prozent in das europäische Parlament. Die Tierschutzpartei kommt auf 1,2 und die rechtsextreme NPD auf 1,0 Prozent. Die Sitze verteilen sich also wie folgt:

Die CDU bekommt 29, die CSU fünf Sitze. Der SPD stehen 27 zu, den GRÜNEN elf und der FDP drei. AfD und die Linke bekommen jeweils sieben Sitze im Europaparlament. Sonstige Parteien, wie die Piraten und die Freien Wähler, kommen auf sieben Sitze – einen davon hat die rechtsextreme NPD inne.

 

 

00:20 Uhr

Viel hat sich seit der letzten Hochrechnung nicht verändert und es bleibt also weiter spannend. Die bisherigen Ergebnisse:

 

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Hochrechnung 00:10

23:30 Uhr

So sehen die aktuellen Hochrechnungen aus:

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Hochrechnung 23:30

Bei der Verteilung der Sitze im Parlament gab es keine Änderungen.

22:45 Uhr

Der aktuelle Stand:
CDU/CSU: 35,4% – SPD: 27,2% – Grüne: 10,8% – FDP: 3,3% – Linke: 7,4% – AfD: 7,1% – Sonstige: 8,8%

Sitzverteilung im Parlament:
CDU/CSU: 35 – SPD: 27 – Grüne: 11 – FDP: 3 – Linke: 7 – AfD: 7 – Sonstige: 6

22:30 Uhr

Die aktuellen Hochrechnungen:

 

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Die aktuelle Hochrechnung

22:02 Uhr

Die europaweite Wahlbeteiligung liegt bei schätzungsweise 43,11 Prozent, gab das Europaparlament in Brüssel bekannt. Seit 1979 hatte die Wahlbeteiligung stetig abgenommen und 2009 einen historischen Tiefstand von 43 Prozent erreicht. Die Hoffnung, dass die Spitzenkandidaten die Wähler motivieren würden, wählen zu gehen, wurde nicht erfüllt. Aber der Abwärtstrend wurde auch nicht fortgeführt.

21:45 Uhr

Aktuelle Hochrechnung:

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Hochrechnungen 21:45 Uhr

Verteilung der Sitze im Parlament:

CDU/CSU: 35 – SPD: 27 – Grüne: 11 – FDP: 3 – Linke: 7 – AfD: 7
FW: 1 - Tierschutz: 1 – Familie: 1 – Piraten: 1 - Ödp: 1 – NPD: 1

21:00 Uhr

EP-Abgeordnete Constanze Krehl (SPD) spricht vom schönsten Wahlsieg denn je. Man verdanke das Ergebnis in erheblichem Maße Martin Schulz.

 

20:45 Uhr

Aktuelle Hochrechnung:

CDU/CSU: 35,5 % – SPD: 27,2 % – Grüne: 10,7 % – FDP: 3,3 % – Linke: 7,5 % – AfD: 7 %, Sonstige: 8,8 %

Die aktuelle Sitzverteilung:

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Sitzverteilung 20:45

20:15 Uhr

Erstaunlich gute Ergebnisse für die Rechte: Nach Schätzungen erreichen sie 83 Mandate im Europäischen Parlament. In Frankreich hat die rechtsextreme Front National (FN) über 25 Prozent erreicht. Damit hat sie im Vergleich zur letzten Europawahl um 19,1 Prozent zugenommen. Auch in Österreich hat die rechte FPÖ 19,5 Prozent der Stimmen erhalten und somit um 6,8 Prozent zugenommen.

20:00 Uhr

Jean-Claude Juncker und Martin Schulz gehen beide davon aus, dass sie gute Chancen auf den Posten des Kommissionspräsidenten haben. Juncker sagte in der ARD, wenn die EVP die meisten Stimmen erhalte, müsse er als Kommissionspräsident vorgeschlagen werden.

Aktuelle Hochrechnungen laut ARD:

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Hochrechnungen 20:00 Uhr

Die aktuelle Verteilung der Sitze im Europaparlament:

 

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Sitzverteilung 20:00

19:30 Uhr

 Aktuelle Hochrechnungen laut ARD:

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Hhrechnung 19:10

Verteilung der Sitze im Parlament:
CDU/CSU: 35 – SPD: 26 – Grüne: 11 – FDP: 3 – Linke: 7 – AfD: 7

Auch sechs kleine Parteien erreichen Sitze im Parlament.
Freie Wähler: 2 – Tierschutz: 1 – Piraten: 1 – Familie: 1 – ÖDP: 1 – NPD:  1

Die SPD hat im Vergleich zur Europawahl 2009 um 6,4 Prozent zugenommen. Das ist der größte Zuwachs jemals für die SPD in einer Europawahl. Die CSU sackt von 48,1 Prozent auf 40 Prozent Prozent ab und erzielt damit das schlechteste Wahlergebnis seit jeher. Deshalb kommt die Union insgesamt nur auf knapp 36 Prozent.

19:20 Uhr

Die neuesten Hochrechnungen für Leipzig:

CDU: 24,9% – SPD: 21,3% – Linke: 21% – Grüne: 10,4% – AfD: 9,1% – Piraten: 2,2% – NPD: 2,6%

19:10 Uhr

Während in Deutschland die Wahlbeteiligung um fast 5 Prozent zugenommen hat, hat die Wahlbeteiligung europaweit eher abgenommen. In der Slowakei haben offenbar nur 13 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Auch in Spanien, Italien, Tschechien, Polen und Lettland ist ein Rückgang der Wahlbeteiligung zu verzeichnen.

Aktuelle Hochrechnungen laut ARD:

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Hhrechnung 19:10

18:40 Uhr

Aktuelle Hochrechnung in Prozent laut aktuellen Schätzungen der ARD:

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Verteilung der Sitze im Europaparlament:

Union: 35 – SPD: 27 – Grüne: 11 – Linke: 8 – AfD: 6 – FDP: 3

18:10 Uhr

Erste Prognosen laut ARD: Die Union kommt auf 36,1 Prozent, die SPD auf 27,6 Prozent, die Grünen auf 10,9 Prozent, die Linke auf 7,8. Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) bekommt 6,5 Prozent der Stimmen und die FDP sinkt auf 3,1 Prozent. Erste Schätzungen besagen, dass die Wahlbeteiligung ungefähr bei 48 Prozent lag – das wären fünf Prozentpunkte mehr als bei der letzten Europawahl 2009.

17:00 Uhr

 In der Mensa am Park zählen fleißige Wahlhelfer schon den ganzen Tag die Stimmen der Briefwähler aus.

Tische mit Menschen und vielen Briefumschlägen darauf
In der Mensa am Park zählen fleißige Wahlhelfer schon den ganzen Tag die Stimmen der Briefwähler aus.

16:00 Uhr

Der Enthusiasmus ebbt ab. Wer dachte, die Wahlbeteiligung könnte in diesem Jahr die von der Europawahl 2009 übersteigen, könnte sich täuschen: 33,8 Prozent der Leipziger Wahlberechtigten haben bisher ihr Votum gemacht. 2009 waren es um diese Zeit bereits 35,1 Prozent.

14:00 Uhr

Das gute Wetter zieht die Leipziger in die Wahllokale: Die Wahlbeteiligung steigt auf 27,5 Prozent und liegt damit im selben Bereich wie 2009.

12:00 Uhr

Mittlerweile haben 21,7 Prozent der Leipziger ihre Stimme abgegeben. 2009 waren es zur selben Zeit mit 20,5 Prozent etwas weniger.

10:00 Uhr

Die Wahlbeteiligung in Leipzig liegt derzeit bei 13,7 Prozent. Der Wert ist im Vergleich zur Wahl 2009 leicht erhöht. Damals hatten bis 10 Uhr erst 11,5 Prozent Ihre Stimme abgegeben.

08:00 Uhr

Die Wahllokale in Deutschland öffnen. 63,6 Millionen Personen sind hierzulande aufgerufen zu wählen. Europaweit hat die Wahl bereits am Donnerstag begonnen. Insgesamt gibt es rund 400 Millionen wahlberechtigte EU-Bürger. Bei der letzten Europawahl 2009 lag die Wahlbeteiligung bei 43 Prozent.

Eindrücke vom Wahlsonntag

Hintergrund

400 Millionen Europäer aus 28 Mitgliedsstaaten waren bis heute aufgerufen, insgesamt 751 Abgeordnete zu wählen. Fast ein Achtel der Abgeordneten sind Deutsche, dementsprechend haben die deutschen Wähler ein hohes Mitentscheidungsrecht über die künftige Europapolitik.

Der 2009 geschlossene Vertrag von Lissabon hat einige Neuerungen für diese Europawahl gebracht: Erstmals gab es Spitzenkandidaten, TV-Duelle und die Wahl des Kommissionspräsidenten lag indirekt beim Wähler. Gehen deshalb mehr Menschen zur Wahl?

Die deutschlandweite Wahlbeteiligung könnte etwas höher sein als noch vor vier Jahren. Darauf deuten die Zwischenergebnisse um 14.00 Uhr hin. 25,6 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. 2009 waren es bis zu diesem Zeitpunkt nur 20,2 Prozent. Die Gesamtwahlbeteiligung von 43,3 Prozent könnte also bei dieser Wahl überschritten werden.

Neben der Wahlbeteiligung liegt das Interesse bei dieser Wahl auf dem Erfolg für die rechten Parteien. Viele rechtspopulistische Parteien haben seit der letzten Europawahl auf nationaler Ebene viel Zuspruch erhalten, so zum Beispiel der Front National in Frankreich, Jobbik in Ungarn, Lega-Nord in Italien, die Freiheitspartei in Niederlande und die AfD in Deutschland. Umfragewerte vom 22. Mai ergaben, dass die AfD mit 7 Prozent der Stimmen rechnen kann.

In Leipzig gab es vor der Wahl noch einiges an Verwirrung. 10.000 in Leipzig lebende EU-Ausländer hatten falsche Wahlbenachrichtigungen bekommen. Da der Fehler erst relativ spät bemerkt wurde, gab es Bürger, die aufgrund der Panne nicht wählen gehen konnten. Wie viele davon genau betroffen waren, ist jedoch unklar.

 

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Laura Kneer, Paula Zöhl, Anna Vogel, Elisa Marie Rinne, Pauline Bombeck
25.05.2014 - 17:19