Hochschulkürzungen

"Es ist definitiv nicht unser Plan."

Während der Protest gegen die Kürzungen an der Universität Leipzig anhält, hat sich das Rektorat mit den Studenten solidarisiert. Mit Blick auf den Hochschulentwicklungsplan sieht sich die Universität jedoch unter einem vom Land auferlegten Zugzwang.
Matthias Schwarz

Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Leipzig, wehrte sich gegen den Vorwurf, die Kürzungen seien ein Plan der Universität selbst. Er betonte, man sei längst nicht so autonom bei Entscheidungen wie häufig dargestellt. Stattdessen müsse man sich auch immer nach Bedingungen und Zwängen richten, die von der Landesregierung vorgegeben würden, so Schwarz. „Wir sind autonom in der Entscheidung, ob wir uns den linken oder den rechten Arm abhacken“.

Ein Schaden für das ganze Land

Schwarz forderte folglich einen Paradigmenwechsel der Politik. Die Grundannahmen, die der Entscheidung für 2020 zugrunde liegen, halte er für absolut falsch. Der durch die Kürzungen entstehende Schaden betreffe nicht nur die Universität, sondern auch die Stadt und das gesamte Land. Im Zuge der Kürzungen müsse man aber versuchen, sich nicht in Einzelheiten zu verlieren, sondern das Gesamtbild in den Blick zu nehmen.

Das Sparpaket des Freistaates sieht vor, dass bis 2020 an allen sächsischen Universitäten 1000 Stellen eingespart werden müssen. Im Zuge dessen hatte Rektorin Beate Schücking letzte Woche bekannt gegeben, dass in den kommenden zwei Jahren 72 Stellen abgebaut würden. Diese Sparmaßnahmen betreffen die Institute für Theatherwissenschaft und Archäologie sowie die physikalische Chemie.

In der Diskussion um die Sparmaßnahmen an der Universität Leipzig erklärt Matthias Schwarz im Interview mit mephisto 97.6-Reporterin Anne-Marie Kriegel die Position der Universität.
 

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