DOK-Festival

Eröffnung mit Rückbllick

Das internationale Filmfestival für Dokumentar- und Animationsfilme wird heute Abend eröffnet. Mit einem Film, der die deutsch-deutsche Geschichte Leipzigs aufleben lässt.
Regisseur Andreas Voigt präsentiert beim 58. DOK Leipzig den sechsten Film seines Leipzig-Zyklus
Regisseur Andreas Voigt präsentiert beim 58. DOK Leipzig den sechsten Film seines Leipzig-Zyklus

Diese Woche gibt es wieder Filme satt in Leipzig. Über dreihundert Dokumentar- und Animationsfilme aus aller Welt werden gezeigt. Bereits zum 58. Mal findet das DOK-Festival in Leipzig statt. Es ist ein in Deutschland einzigartiges und international renommiertes Festival. Schon in der DDR war es ein wichtiger Austauschort für internationale Filmschaffende. Diesen Status hat das Festival bis heute beibehalten. Begleitet wird das Programm von Treffen und Workshops in denen sich Filmemacher austauschen können. Für die Besucher gibt es dieses Jahr das DOK-Neuland neu im Programm. Dort können Interessierte Dokumentarformate interaktiv ausprobieren und neueste Entwicklungen des Dokumentarfilms entdecken.

Das Festival wird dieses Jahr mit dem neuen Film von Andreas Voigt eröffnet. Seit 1987 erzählt er deutsch-deutsche Geschichte in ihrem wahrscheinlich kleinsten Rahmen. Umso eindrücklicher zeigen die Lebensläufe seiner Protagonisten, wie die Wendewirren Menschen bis heute prägen. Dieses Jahr eröffnet er das DOK. „Alles andere zeigt die Zeit“ ist der sechste Film eines Zyklus, der Leipziger nach der Wende begleitet. Darin trifft er drei Protagonisten aus seinen alten Filmen wieder und lässt sie von ihrem heutigen Leben erzählen – 25 Jahre nach dem Fall der Mauer. Immer wieder suchte Voigt seine Protagonisten auf und dokumentierte ihre Lebensgeschichten und Entwicklungen. 1997 traf er sie das letzte Mal und blickte auf ihr Leben zurück.

Es sind also 25 Jahre vergangen und da hat sich allerhand getan. Das kann man dann im Film sehen.

Andreas Voigt, Regisseur des Eröffnungsfilms von DOK-Leiopig

Es ist ein regionaler Film, der die Entwicklung einer ganzen Generation zeigt. Voigts andere Leipziger Filme sind in einer Retrospektive im Festival ebenfalls zu sehen.

Thematisch ist das Festival immer sehr aktuell. So gibt es dieses Jahr viele Dokumentationen aus Krisenländern. Aber auch zahlreiche Dokus, die von ganz normalen und doch wieder besonderen Menschen und ihren Sorgen und Freuden berichten.

mephisto97.6-Kinoredakteurin Luna Ragheb hat sich mit dem Werk von Andreas Voigt auseinandergesetzt und den Regisseur zum Gespräch getroffen:

Luna Rageb sprach zum Anlass der Eröffnung des DOK mit Andreas Voigt
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Das komplette Interview mit Andreas Voigt
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Reporter Tammo Walter sprach mit Britta Senn über das DOK Neuland, dem neuen Programmformat des DOK Leipzig. Es handelt sich um eine Ausstellung interaktiver Arbeiten, in der die Festivalbesucher non-fiktionales Erzählen im Web, mit Apps und Virtual Reality erleben können:

Reporter Tammo Walter sprach mit Britta Senn
2610 Britta Senn

 

 

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Tammo Walter
26.10.2015 - 18:49
  Kultur