Mindestlohn

Endlich mehr Geld

Kellner, Verkäufer und viele Studenten können sich freuen. Der Mindestlohn wird von 8,50 auf 8,82 erhöht. Doch wer hat dies veranlassst und welche Folgen hat das für die deutsche Wirtschaft?
Der Mindestlohn sollte besonders Geringverdiener entlasten

Seit 2015 gibt es den Mindestlohn in Deutschland. Genauso lange besteht auch schon die Mindestlohnkommission. Bestehend aus Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie zwei wissenschaftlichen Beratern und einem Vorsitzenden, beobachtete die Kommission die Entwicklung des Mindestlohns seit Beginn. Nach 18 Monaten wurde nun die Änderung der Mindestlohnhöhe verabschiedet.

Wie die Entscheidung der Kommission zu Stande kam, hat mephisto 97.6 Redakteur Tim Vogel herausgefunden: 

mephisto 97.6 Redakteur Tim Vogel im Gespräch mit Moderator Nico van Capelle
 

Kritik ebbt langsam ab

Der Mindestlohn stand lange in der Kritik, besonders die Flüchtlingskrise befeuerte die Situation noch einmal. Stimmen aus der Wirtschaft wollten die Lohnuntergrenze aufheben und gerade Flüchtlingen niedrigere Einstiegsgehälte zahlen. Seit der Mindestlohn eingeführt wurde, gab es jedoch durchweg positive Entwicklungen für die Gesellschaft und Wirtschaft. Eine Aufhebung ist damit erst einmal vom Tisch. Im Gegenteil – der Mindestlohn soll alle zwei Jahre angepasst werden, die nächste Erhöhung könnte nach 2017 also bereits 2019 anstehen. 

Aktuell verdienen etwa vier Millionen Deutsche den Mindestlohn bei ihrer Anstellung. Für sie klingt die Erhöhung wahrscheinlich eher unwesentlich, rechnet man jedoch die Erhöhung auf einen durchschnittlichen Monat, ergibt sich ein Plus von etwa 55 Euro. 

 

 

 

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Tabea Brandt
28.06.2016 - 20:05