Aktionswoche gegen Kürzungen

"Empört euch!"

Das ist das Motto der Aktionswochen gegen die Kürzungen an der Uni Leipzig. Heute beginnt die Zweite von insgesamt vier Aktionswochen mit einem Protestlauf auf dem Marktplatz. Auch auf der Ebene der Landespolitik wird dagegen protestiert.
Auch auf dem Campus der Uni Leipzig sind die Aktionen gegen die Kürzungen präsent.

1042 Runden um den Marktplatz

Schriftbanner, Protestlesen, Fahrraddemos: das und mehr wird es bei der zweiten Aktionswoche gegen die Kürzungen an der Uni Leipzig geben. Heute begann die Zweite von vier Wochen mit einem Protestlauf, bei dem insgesamt 1042 Runden um den Marktplatz gelaufen wurden. Diese Rundenzahl symbolisiert die 1042 Stellenstreichungen in Sachsen, die bis 2020 durchgeführt werden sollen. Für jede absolvierte Runde war die Initiative "Kürzer" bereit einen symbolischen Cent zu spenden. Das Ziel wurde nach bereits 30 Minuten erreicht und der gesammelte Betrag soll nun der Landesregierung in Dresden übergeben werden.

Organisiert werden die Protestwochen vom Studentenrat, der Initiative Kritische Uni Leipzig und dem sozial-demokratischen Studierendenverband. Diese fordern, dass der Landtag die Kürzungen zurücknimmt und die Stellenstreichungen aufhören. Henrik Hofmann vom Studentenrat hält die Aktionswochen als ein größeres Projekt mit gemeinsamem Rahmen für sinnvoller als viele kleine Aktionen, die in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Er betont: „Die Kürzungen haben sehr langfristige Folgen und wer jetzt nicht aktiv wird, verpasst es.“

Was können die Aktionswochen bewirken?

Die Kürzungen an der Uni Leipzig betreffen hauptsächlich die Institute für Theaterwissenschaft und Archäologie, die ganz geschlossen werden sollen. Auch wenn nicht alle Studenten direkt betroffen sind, so hofft der Studentenrat dennoch auf Solidarität und dass die Studentenschaft beieinandersteht. Doch von den Aktionswochen wissen nicht alle Studierenden. Einige scheinen, noch nichts von den Kürzungen gehört zu haben. Andere wiederum glauben, dass die Aktionen ein Bewusstsein für das Thema schaffen und durch sie mehr Studenten mobilisiert werden können. Jedoch gibt es auch einige Zweifel unter den Studenten, ob die Aktionswochen in der Landespolitik etwas bewirken können. Daher wird jetzt auch auf landespolitischer Ebene protestiert. Der Studentenrat hat eine Petition gegen die Kürzungen gestartet. Diese soll noch vor der Wahl im Landtag eingereicht werden.

Reaktionen in der Politik

Laut Henrik Hofmann habe die erste Aktionswoche im April bereits Reaktionen in der Landespolitik ausgelöst. Bei verschiedenen Podien mit Politikern hätten sie von bestimmten Parteien schon sehr positive Signale bekommen, dass das Thema nach der Landtagswahl angegangen werde. Ebenso werde in den aktuellen Parteiprogrammen ersichtlich, dass sich viele Parteien dagegen sträubten, den Plan so weiter durchzuführen. Der Studentenrat hofft, dass sich auch die CDU, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder in der Regierung sitzen wird, des Themas annimmt und über die Kürzungen nachdenkt.  

Die zweite Woche der Aktionswochen gegen die Kürzungen an der Uni Leipzig startete mit einem Protestlauf.
 

 

Studiogespräch mit Karolin Dörner
 

Anmerkung zum Studiogespräch: die geplante Fahrraddemo findet am Montag, den 19. Mai, statt.

 

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